Unsere Geschichte · Ein Gespräch mit den Gründern
„Wir haben diese Marke zuerst als Kunden gesucht.“
Am Anfang standen kein Businessplan und keine Marktanalyse — sondern ein Küchentisch voller Dosen, deren Rückseiten mehr Fragen aufwarfen, als sie beantworteten. Wie daraus eine eigene Marke wurde, erzählen Thomas und Tobias am besten selbst im Gespräch: über Zutatenlisten, Geduld und die Frage, wann gut wirklich gut genug ist.
Thomas
Mitgründer
Tobias
Mitgründer
Wie beginnt so etwas — gründet man eine Marke, weil man unzufrieden ist?
ThomasEhrlicherweise: ja, auch. Bei uns zu Hause musste sich die Ernährung sehr plötzlich umstellen — und in einer solchen Phase möchte man zunächst nur schnell helfen. Man kauft, was empfohlen wird, und plötzlich hat auch der Bekanntenkreis Ratschläge. Nach wenigen Wochen standen bei uns erstaunlich viele Dosen.
TobiasUnd dann hat Thomas getan, was Thomas immer tut.
ThomasIch habe gelesen. Als die erste Unruhe vorüber war, wollte ich wissen, was wir da eigentlich gekauft hatten — erst die Etiketten, dann die Studien dahinter. Je mehr ich las, desto ernüchternder wurde es: Dosierungen, die ein Vielfaches über den Verzehrempfehlungen liegen, nach dem Prinzip „viel hilft viel“. Mischungen, die eher Trends folgen als der Studienlage. Und dann öffnet man eine dieser Dosen — und es riecht nach Chemie. Mitunter regelrecht nach Plastik.
Tobias, du warst damals selbst jahrelang Kunde.
TobiasUnd einige Produkte haben mir schlicht nicht gutgetan — ohne dass ich sagen konnte, woran es lag. An einem Sonntagabend habe ich alle meine Dosen auf den Küchentisch gestellt und zum ersten Mal ausschließlich die Rückseiten gelesen. Das Ergebnis war ernüchternd: Füllstoffe, Trennmittel, Zusätze — Stoffe, die mit dem eigentlichen Inhalt nichts zu tun haben. Seither lese ich jede Zutatenliste. Wir waren vermutlich die unbequemsten Kunden der Branche.
Wann wurde aus Unzufriedenheit ein Plan?
TobiasAn einem langen Abend, an dem wir eigentlich über etwas ganz anderes sprechen wollten. Irgendwann haben wir aufgeschrieben, was eine Marke leisten müsste, damit wir ihr selbst vertrauen: alles deklariert, aufs Milligramm. Dosierungen aus der Studienlage, nicht aus dem Marketing. Keine unnötigen Zusätze. Die Liste wurde lang.
ThomasUnd am Ende stand eine unbequeme Erkenntnis: Diese Marke gab es nicht. Also mussten wir sie selbst aufbauen.
Von der Idee bis zur Gründung hat es drei Jahre gedauert. Warum so lange?
ThomasWeil wir an jeder Stelle die kompromisslose Antwort gewählt haben — und die ist selten die schnelle. Extrakte statt einfachem Pulver, wo eine Leitsubstanz definiert ist auf sie eingestellt. Eine Kapsel aus fermentierter Pflanzenstärke statt Gelatine oder Cellulose. Beim Etikett waren wir am Ende bei Version zwölf.
TobiasEs gab einen Winter, in dem wir uns ernsthaft gefragt haben, ob wir zu genau sind und das Projekt je fertig wird. Im Freundeskreis wurde mit einem Lächeln gefragt: „Wann ist es denn endlich so weit?“
Worüber wart ihr euch uneinig?
TobiasÜber das Tempo. Ich wollte längst am Markt sein, Thomas wollte noch eine Prüfrunde.
ThomasRückblickend hatte Tobias damit gelegentlich recht. Gelegentlich.
Was bedeutet Verantwortung für euch?
TobiasMenschen schenken uns ihr Vertrauen und nehmen täglich ein, was wir komponieren. Eine größere Verantwortung gibt es kaum. Deshalb geht jede Charge einzeln ins Labor, bevor sie zu dir darf — nicht, weil es jemand verlangt, sondern weil wir sonst schlecht schlafen würden.
Was heißt Ehrlichkeit bei euch konkret?
ThomasDass wir auch sagen, was die Studienlage nicht hergibt. Im Wissenskompendium steht bei jeder Pflanze, wie belastbar die Forschung ist. Wer seinem Körper etwas gibt, sollte genau verstehen, was.
Und heute?
TobiasHeute führen wir die Marke, die wir uns damals am Küchentisch gewünscht haben. Ehrlich zu dem, was enthalten ist — und zu dem, was die Studienlage sagt. Und was nicht.
Warum wir anders arbeiten
Botanical Desire ist aus einer einfachen Überzeugung entstanden: Wer Pflanzenstoffe zu sich nimmt, hat ein Recht darauf zu wissen, was drinsteckt, wie viel davon — und was die Forschung wirklich dazu sagt, inklusive ihrer Grenzen.
Deshalb steht hinter jeder unserer vier Kompositionen ein offenes Wissenskompendium: jede Pflanze mit eigener Monografie, ihren Leitsubstanzen und einer ehrlich eingeordneten Studienlage. Kein Hype, keine Heilsversprechen — nur nachvollziehbare Information, die du selbst prüfen kannst.
Wofür wir stehen
Radikale Transparenz
Wir legen offen, was in den Kapseln steckt: Herkunft, Mengen, Studien und deren Grenzen. Du sollst uns nicht glauben müssen — du kannst es nachlesen.
Extrakte statt Pulver
Statt einfachem Pflanzenpulver nutzen wir Extrakte — wo eine Leitsubstanz definiert ist, auf sie eingestellt und aufs Milligramm deklariert.
Rein pflanzlich
Vegane Pullulan-Kapsel aus fermentierter Pflanzenstärke statt tierischer Gelatine. Klare Rezepturen, ohne unnötige Zusätze.
Herkunft & Fertigung
Wir stellen in Deutschland her: Mischen, Verkapseln und Fertigung erfolgen hier, nach den geltenden Qualitäts- und Lebensmittelstandards. Die Pflanzenextrakte beziehen wir teils aus den Herkunftsländern der Pflanzen.
Unser Ansatz
Vier Kompositionen, ein Prinzip
N°01 Glow, N°02 Inner Balance, N°03 Calm und N°04 Daily Shield — vier eigenständige Rezepturen aus sorgfältig ausgewählten, standardisierten Pflanzenextrakten. Was sie eint, ist die Haltung dahinter: lieber ehrlich einordnen als laut versprechen.
Lern die Pflanzen hinter den Kapseln kennen.
Botanical Desire · Vegan · Made in Germany