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Echinacea (Roter Sonnenhut) Echinacea purpurea
Stand: August 2026 · Recherche und Redaktion: Botanical Desire
Echinacea — im Deutschen „Roter Sonnenhut“ genannt — ist eine nordamerikanische Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae), die von den indigenen Völkern Nordamerikas seit langem genutzt wurde und deren Inhaltsstoffe heute ausführlich beschrieben sind. Die Gattung umfasst neben Echinacea purpurea auch E. angustifolia und E. pallida; der überwiegende Teil der veröffentlichten Daten bezieht sich auf E. purpurea. Verarbeitet werden das oberirdische Kraut (Herba) und die Wurzel. Charakteristisch sind mehrere Substanzklassen: Kaffeesäurederivate — eine Gruppe von Polyphenolen, zu der in E. purpurea vor allem Cichoriensäure sowie Caftarsäure und Echinacosid zählen —, die lipophilen Alkylamide (Alkamide, fettsäureartige Amide wie die Dodeca-Tetraensäure-Isobutylamide) sowie hochmolekulare Polysaccharide und Glykoproteine. Die Kaffeesäurederivate dienen zugleich als messbarer Marker, auf den Extrakte eingestellt werden.
Dieser Beitrag beschreibt die Pflanze und gibt veröffentlichte Studien wieder. Die genannten Ergebnisse gelten für die dort untersuchten Extrakte, Mengen und Zubereitungen — nicht für Produkte von Botanical Desire. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung. Ausführlicher Hinweis am Seitenende.
Auf einen Blick
- Botanischer Name: Echinacea purpurea (Gattung umfasst auch E. angustifolia und E. pallida)
- Familie: Asteraceae (Korbblütler)
- Verwendeter Pflanzenteil: oberirdisches Kraut (Herba) und Wurzel
- Leitsubstanzen: Kaffeesäurederivate / Polyphenole (Cichoriensäure, Caftarsäure, Echinacosid), Alkylamide (Alkamide), Polysaccharide und Glykoproteine
Zum Nachlesen
Inhaltsstoffe+
Die Wirkung von Echinacea beruht nicht auf einem einzelnen Stoff, sondern auf einem Zusammenspiel mehrerer Substanzklassen — ein Punkt, den die pharmakologische Forschung immer wieder betont (Manayi et al., 2015 [10]). Als Leitsubstanzen und gleichzeitig wichtigste Qualitätsmarker dienen die Kaffeesäurederivate — eine Gruppe von Polyphenolen (pflanzlichen Antioxidantien), zu denen in E. purpurea vor allem die Cichoriensäure sowie Caftarsäure und Echinacosid zählen. Sie dienen als messbarer Standardisierungsmarker, auf den hochwertige Extrakte eingestellt werden, um die in Studien betonte Leitsubstanz konstant bereitzustellen. Daneben gelten die Alkylamide (Alkamide, fettsäureartige Amide wie die Dodeca-Tetraensäure-Isobutylamide) als zentrale immunaktive Komponente: Sie sind lipophil, gut resorbierbar und können an Rezeptoren von Immunzellen — unter anderem an Cannabinoid-CB2-Rezeptoren — binden und so die Immunantwort modulieren. Eine dritte Gruppe bilden die hochmolekularen Polysaccharide und Glykoproteine, denen in präklinischen Modellen eine aktivierende Wirkung auf Fresszellen (Makrophagen) zugeschrieben wird. Mechanistisch werden Echinacea daher sowohl immunstimulierende als auch entzündungsmodulierende und antivirale Eigenschaften zugeordnet.
- Kaffeesäurederivate (Cichoriensäure, Caftarsäure, Echinacosid) — Polyphenole (Phenolcarbonsäuren): antioxidativ, antiviral; Standardisierungs- und Qualitätsmarker
- Alkylamide (Alkamide) — Fettsäureamide: Immunmodulation; Bindung an Immunzell-Rezeptoren (u. a. CB2)
- Polysaccharide & Glykoproteine — Kohlenhydrate / Glykoproteine: Aktivierung von Makrophagen, immunstimulierend (präklinisch)
- Ätherische Öle — Terpenoide, Spuren: Begleitstoffe, antimikrobiell (in vitro)
Forschungslage+
Phagozytose und Zytokine in Zellversuchen
Wie Echinacea auf zellulärer Ebene wirkt, ist in zahlreichen präklinischen Untersuchungen beschrieben. Standardisierte E.-purpurea-Präparate zeigen im Labor mehrere immunmodulierende Aktivitäten zugleich: Sie regen in vitro die Fresstätigkeit (Phagozytose) von Makrophagen an und dämpfen gleichzeitig überschießende entzündliche Reaktionen von Schleimhautzellen (Hudson, 2012 [8]). In einem Zellmodell der Bronchialschleimhaut verringerte ein standardisierter E.-purpurea-Extrakt die Anheftung von Bakterien an virusinfizierte Zellen (durch Herunterregulierung der Adhäsionsmoleküle ICAM-1, Fibronektin und PAFr) und dämpfte die Bildung der Entzündungsbotenstoffe IL-6 und IL-8 (Vimalanathan et al., 2017 [9]). Pharmakologische Übersichtsarbeiten ordnen diese Effekte dem Zusammenspiel aus Alkylamiden, Kaffeesäurederivaten und Polysacchariden zu (Manayi et al., 2015 [10]). Diese Wirkmechanismen sind überwiegend in Zell- und Labormodellen belegt und lassen sich nicht ohne Weiteres auf den Menschen übertragen.
Episodenhäufigkeit in Meta-Analysen und kontrollierten Studien
Ein Teil der klinischen Forschung zu Echinacea befasst sich mit der Häufigkeit wiederkehrender saisonaler Beschwerdephasen bei kontinuierlicher Einnahme. Eine Meta-Analyse von 6 kontrollierten Studien mit 2.458 Teilnehmern beobachtete unter Echinacea ein niedrigeres Risiko für solche wiederkehrenden Phasen (RR 0,649; 95 % KI 0,545–0,774; P < 0,0001) — bei Personen mit besonders hoher Beanspruchung war der Unterschied deutlicher ausgeprägt (RR 0,501) (Schapowal et al., 2015 [2]). Eine ältere Meta-Analyse von 14 Studien errechnete für die Einnahmegruppe eine um 58 % geringere statistische Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer solchen Phase (OR 0,42; 95 % KI 0,25–0,71) (Shah et al., 2007 [3]). In einer Studie an 755 gesunden Erwachsenen war unter einem ethanolischen E.-purpurea-Frischpflanzenextrakt über 4 Monate die Gesamtzahl der beobachteten Episoden sowie die Anzahl der Tage mit spürbar reduziertem Wohlbefinden niedriger als unter Placebo (Jawad et al., 2012 [4]). In einer Studie an Kindern (4–12 Jahre) zeigte sich unter Echinacea eine um 32,5 % geringere Häufigkeit solcher Episoden (OR 0,52; P = 0,021) sowie ein geringerer Bedarf an begleitender medikamentöser Versorgung im Studienverlauf (Ogal et al., 2021 [5]). Die methodisch besonders strenge Cochrane-Übersicht (24 Studien, 4.631 Teilnehmer) fand in den Einzelvergleichen keinen statistisch signifikanten Unterschied, in einer nachträglichen Zusammenfassung jedoch einen einheitlichen positiven Trend von 10–20 % geringerer Häufigkeit (Karsch-Voelk et al., 2014 [1]).
Ehrliche Einordnung: Mehrere der zugrundeliegenden Studien wurden von Herstellern des jeweiligen Extrakts finanziell unterstützt oder methodisch begleitet — ein Punkt, der bei der Bewertung mitgedacht werden sollte.
Episodendauer und Symptom-Scores in klinischen Studien
Ein weiterer Teil der Forschung untersucht, ob Echinacea den Verlauf bereits begonnener saisonaler Beschwerdephasen beeinflusst. Die Meta-Analyse von Shah et al. berechnete neben dem oben genannten Effekt auch eine kürzere Dauer der beobachteten Phasen; nach Korrektur eines Dateneingabefehlers (Erratum 2007) betrug der korrigierte gepoolte Unterschied 1,25 Tage (WMD −1,25 Tage; 95 % KI −2,21 bis −0,29) (Shah et al., 2007 [3]). In einer randomisierten Studie an 282 Erwachsenen, die ein standardisiertes E.-purpurea-Präparat ab Beginn der Beschwerden einnahmen, lagen die täglichen Symptom-Scores bei protokollkonformer Einnahme um 23,1 % niedriger als unter Placebo (P < 0,01) (Goel et al., 2004 [6]).
Ehrliche Einordnung: Bei dieser Fragestellung ist die Evidenz weniger eindeutig als bei der wiederkehrenden Häufigkeit — die Cochrane-Übersicht kam zu dem vorsichtigen Schluss, dass von 7 auswertbaren Studien zur Dauer nur eine einen statistisch signifikanten Effekt fand (Karsch-Voelk et al., 2014 [1]).
Mengen in Studien+
- Typische Tagesdosis — in Studien: stark heterogen; getrocknete Extrakte ca. 300–900 mg/Tag, ethanolische E.-purpurea-Frischpflanzenpräparate äquivalent zu größeren Frischpflanzenmengen
- Leitsubstanz-Gehalt — in Studien: unterschiedlich standardisiert — mal auf Kaffeesäurederivate/Cichoriensäure, mal auf Alkylamide
- Extrakttyp — in Studien: überwiegend E. purpurea (Kraut/Wurzel); ethanolische Extrakte mit den in einer Meta-Analyse [2] am deutlichsten ausgeprägten Effekten
- Einnahmedauer — in Studien: bei wiederkehrenden Beschwerdephasen 2–4 Monate kontinuierlich; bei bereits bestehenden Beschwerdephasen höhere Dosierung ab Beginn
Zusammenfassung der Evidenz+
- Episodenhäufigkeit in Meta-Analysen und kontrollierten Studien: Datenlage moderat — 2 Meta-Analysen + 2 randomisierte Studien; Cochrane-Einzelvergleiche nicht signifikant
- Episodendauer und Symptom-Scores in klinischen Studien: Datenlage moderat — 1 Meta-Analyse + 1 randomisierte Studie; Cochrane-Gesamtbild uneinheitlich
- Phagozytose und Zytokine in Zellversuchen: Datenlage vorläufig — 1 In-vitro-Studie + 2 Übersichtsarbeiten; präklinisch
Evidenzgrade: Stark = mehrere RCTs/Meta-Analysen, konsistent · Moderat = einzelne RCTs, überwiegend positiv · Vorläufig = präklinisch oder inkonsistent. Hinweis: Die Forschung zu Echinacea ist umfangreich, methodisch aber sehr heterogen; die Studien verwenden unterschiedliche Arten, Pflanzenteile und Zubereitungen und sind untereinander nicht vergleichbar. Die Studienlage wird in der Fachliteratur kontrovers diskutiert; die methodisch strenge Cochrane-Übersicht betont vor allem die große Heterogenität der Einzelstudien und Präparate, und beobachtete Unterschiede können klein bis von begrenzter Relevanz sein. Mehrere der zugrundeliegenden Arbeiten wurden von Extrakt-Herstellern (mit-)finanziert oder methodisch begleitet. Die vorliegende Forschung ersetzt keine medizinische Beratung oder Behandlung.
Studien im Detail+
[1] Karsch-Voelk et al. (2014) — Cochrane-Übersicht: Vorbeugung & Behandlung
- Journal: Cochrane Database of Systematic Reviews
- Studientyp: systematische Übersichtsarbeit (Cochrane Review) randomisierter, doppelblinder Studien
- Teilnehmer: 24 Studien mit 4.631 Teilnehmern (33 Vergleiche; 10 Studien/13 Vergleiche zur Vorbeugung, 15 Studien/20 Vergleiche zur Behandlung)
- Dosierung: verschiedene Echinacea-Präparate (unterschiedliche Arten, Pflanzenteile, Extrakte) vs. Placebo
- Kernergebnis: in den Vorbeugungsvergleichen einzeln kein statistisch signifikanter Unterschied, jedoch ein nachträglich gepoolter Trend von 10–20 % geringerer Häufigkeit; von 7 auswertbaren Studien zur Dauer erreichte 1 statistische Signifikanz
- Limitationen: starke klinische Heterogenität (Pooling der Hauptanalyse unterlassen); sehr unterschiedliche Präparate; mehrere Review-Autoren an eingeschlossenen Studien beteiligt
- DOI: 10.1002/14651858.CD000530.pub3 · PMID: 24554461
[2] Schapowal et al. (2015) — Meta-Analyse: Wiederkehrende Beschwerdephasen & Folgebeschwerden
- Journal: Advances in Therapy
- Studientyp: systematischer Review und Meta-Analyse randomisierter, placebokontrollierter Studien (Jadad ≥ 4)
- Teilnehmer: 6 Studien, gepoolt n = 2.458 (allgemein gesunde Population)
- Dosierung: verschiedene Echinacea-Extrakte; ethanolische Extrakte mit den ausgeprägtesten Effekten
- Kernergebnis: geringeres Risiko für wiederkehrende saisonale Beschwerdephasen (RR 0,649; 95 % KI 0,545–0,774; P < 0,0001); bei besonders beanspruchten Personen RR 0,501; weniger Folgebeschwerden (RR 0,503)
- Limitationen: nur 6 Studien; Fokus auf kommerzielle ethanolische Präparate; Erst- und Zweitautor ohne deklarierten Interessenkonflikt, ein Ko-Autor mit Beraterhonorar eines Extrakt-Herstellers für diese Arbeit sowie weiteren Industriekontakten außerhalb der Studie
- DOI: 10.1007/s12325-015-0194-4 · PMID: 25784510
[3] Shah et al. (2007) — Meta-Analyse: Häufigkeit & Dauer saisonaler Beschwerdephasen
- Journal: The Lancet Infectious Diseases
- Studientyp: Meta-Analyse (Random-Effects-Modell)
- Teilnehmer: 14 eingeschlossene Studien
- Dosierung: verschiedene Echinacea-Präparate vs. Placebo
- Kernergebnis: statistische Wahrscheinlichkeit einer Beschwerdephase um 58 % gesenkt (OR 0,42; 95 % KI 0,25–0,71); Dauer der Phase nach Korrektur eines Dateneingabefehlers (Erratum 2007) um 1,25 Tage verkürzt (WMD −1,25 Tage; 95 % KI −2,21 bis −0,29)
- Limitationen: heterogene Studien und Präparate; älterer Datenstand (2007); der ursprünglich publizierte Dauer-Wert (WMD −1,44 Tage) wurde durch ein Erratum korrigiert — hier bereits der korrigierte Wert verwendet
- DOI: 10.1016/S1473-3099(07)70160-3 · PMID: 17597571 · Erratum-DOI: 10.1016/S1473-3099(07)70207-4
[4] Jawad et al. (2012) — RCT: Wiederkehrende saisonale Beschwerdephasen
- Journal: Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine
- Studientyp: randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie
- Teilnehmer: n = 755 gesunde Erwachsene
- Dosierung: ethanolischer Frischpflanzenextrakt aus E. purpurea (95 % Kraut, 5 % Wurzel) vs. Placebo, über 4 Monate
- Kernergebnis: weniger beobachtete Episoden, weniger Tage mit reduziertem Wohlbefinden und geringerer Bedarf an Schmerzmitteln; Unterschied besonders ausgeprägt bei wiederkehrenden Phasen und bei behüllten Viren
- Limitationen: Effekt teils erst bei hoher Therapietreue deutlich; zwei Co-Autoren Mitarbeiter des Extrakt-Herstellers
- DOI: 10.1155/2012/841315 · PMID: 23024696
[5] Ogal et al. (2021) — RCT: Beschwerdephasen bei Kindern
- Journal: European Journal of Medical Research
- Studientyp: randomisierte, verblindete, kontrollierte klinische Studie
- Teilnehmer: n = 201 ausgewertete Kinder (4–12 Jahre)
- Dosierung: 3 × 400 mg/Tag Frischpflanzen-E.-purpurea-Extrakt vs. Vitamin C (50 mg) als Kontrolle, 2 × 2 Monate
- Kernergebnis: 32,5 % weniger Episoden (OR 0,52; 95 % KI 0,30–0,91; P = 0,021); geringerer Bedarf an begleitender medikamentöser Versorgung (−76,3 % Behandlungskurse); weniger Folgebeschwerden (11 vs. 30; P = 0,003); seltener virologisch nachgewiesene Beschwerdeauslöser
- Limitationen: Vergleich gegen Vitamin C (nicht inertes Placebo); ein Autor Berater, ein Autor Mitarbeiter des Herstellers
- DOI: 10.1186/s40001-021-00499-6 · PMID: 33832544
[6] Goel et al. (2004) — RCT: Symptom-Scores bei bestehender Beschwerdephase
- Journal: Journal of Clinical Pharmacy and Therapeutics
- Studientyp: randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie
- Teilnehmer: n = 282 Erwachsene (18–65 J.); 128 entwickelten eine Beschwerdephase
- Dosierung: hochstandardisierter E.-purpurea-Frischpflanzenextrakt, 10 Dosen am 1. Tag, dann 4 Dosen/Tag über 7 Tage ab Beginn der Beschwerden
- Kernergebnis: tägliche Symptom-Scores um 23,1 % niedriger als unter Placebo (P < 0,01) bei protokollkonformer Einnahme
- Limitationen: Effekt v. a. in der Per-Protokoll-Gruppe; kleine Fallzahl an tatsächlich Betroffenen; kurze Beobachtungsdauer
- DOI: 10.1111/j.1365-2710.2003.00542.x · PMID: 14748902
[7] Raus et al. (2015) — RCT: Echinacea-Heißgetränk vs. Vergleichsmedikation
- Journal: Current Therapeutic Research, Clinical and Experimental
- Studientyp: randomisierte, doppelblinde, doppel-dummy, multizentrische Nichtunterlegenheitsstudie
- Teilnehmer: n = 473 Personen mit akut bestehenden, virologisch gesicherten saisonalen Beschwerden (≤ 48 Std.)
- Dosierung: 10 Tage E.-purpurea-Heißgetränk vs. 5 Tage antivirale Vergleichsmedikation (Oseltamivir) + 5 Tage Placebo
- Kernergebnis: Nichtunterlegenheit gegenüber der Vergleichsmedikation bei der Genesungsrate nach 10 Tagen (90,1 % vs. 84,8 %); weniger Begleitkomplikationen (2,46 % vs. 6,45 %; nicht signifikant, P = 0,076) und weniger Nebenwirkungen
- Limitationen: Nichtunterlegenheits- statt Überlegenheitsdesign; kein reiner Placeboarm; Co-Autor beim Hersteller beschäftigt; Ergebnis betrifft eine spezifische, ärztlich zu behandelnde Beschwerdesituation und ist nicht auf die allgemeine Anwendung übertragbar
- DOI: 10.1016/j.curtheres.2015.04.001 · PMID: 26265958
[8] Hudson (2012) — Review: Antivirale & immunmodulierende Wirkungen (präklinisch)
- Journal: Journal of Biomedicine and Biotechnology
- Studientyp: Übersichtsarbeit (präklinische Daten)
- Teilnehmer: nicht zutreffend (Zusammenfassung von In-vitro- und Laborstudien)
- Dosierung: verschiedene standardisierte E.-purpurea-Präparate (nicht-zytotoxische Konzentrationen)
- Kernergebnis: selektive antivirale/antimikrobielle Aktivität in vitro; Stimulation der Makrophagen-Phagozytose und Dämpfung proinflammatorischer Zytokin-/Chemokin-Antworten
- Limitationen: überwiegend In-vitro-/Labordaten; keine direkte klinische Endpunktmessung; präparatabhängig
- DOI: 10.1155/2012/769896 · PMID: 22131823
[9] Vimalanathan et al. (2017) — In-vitro: Zellmodell der Bronchialschleimhaut
- Journal: Virus Research
- Studientyp: In-vitro-Studie an menschlichen Bronchialepithelzellen (BEAS-2B)
- Teilnehmer: nicht zutreffend (Zellkulturmodell mit Influenza A H3N2)
- Dosierung: standardisierter E.-purpurea-Extrakt in Zellkultur
- Kernergebnis: verringerte Anheftung von Bakterien an virusinfizierte Zellen (ICAM-1, Fibronektin, PAFr herunterreguliert); unterdrückte Bildung von IL-6/IL-8 im Zellmodell
- Limitationen: reines Zellmodell, keine Übertragbarkeit auf den Menschen belegt; Co-Autoren beim Hersteller beschäftigt
- DOI: 10.1016/j.virusres.2017.03.006 · PMID: 28279802
[10] Manayi et al. (2015) — Review: Pharmakologie & Phytochemie
- Journal: Pharmacognosy Reviews
- Studientyp: Übersichtsarbeit (Pharmakologie, Phytochemie, Analysemethoden)
- Teilnehmer: nicht zutreffend (Literaturübersicht)
- Dosierung: nicht zutreffend
- Kernergebnis: Übersicht beschreibt immunmodulierende und entzündungsregulierende Eigenschaften von E. purpurea; aktive Stoffklassen sind Alkamide, Kaffeesäurederivate, Polysaccharide und Glykoproteine
- Limitationen: narrative Übersicht (keine Meta-Analyse); klinische Befunde teils widersprüchlich; Wirkmechanismen nicht vollständig geklärt
- DOI: 10.4103/0973-7847.156353 · PMID: 26009695
Quellenverzeichnis+
- Karsch-Voelk M, Barrett B, Kiefer D, et al. (2014). „Echinacea for preventing and treating the common cold". Cochrane Database of Systematic Reviews, 2014(2), CD000530. DOI: 10.1002/14651858.CD000530.pub3 · PMID: 24554461
- Schapowal A, Klein P, Johnston SL (2015). „Echinacea reduces the risk of recurrent respiratory tract infections and complications: a meta-analysis of randomized controlled trials". Advances in Therapy, 32(3), 187–200. DOI: 10.1007/s12325-015-0194-4 · PMID: 25784510
- Shah SA, Sander S, White CM, et al. (2007). „Evaluation of echinacea for the prevention and treatment of the common cold: a meta-analysis". The Lancet Infectious Diseases, 7(7), 473–480. DOI: 10.1016/S1473-3099(07)70160-3 · PMID: 17597571. Korrigiert durch Erratum: Lancet Infectious Diseases, 7(9), 2007. DOI: 10.1016/S1473-3099(07)70207-4 (korrigierter WMD-Wert für die Dauer: −1,25 Tage)
- Jawad M, Schoop R, Suter A, et al. (2012). „Safety and Efficacy Profile of Echinacea purpurea to Prevent Common Cold Episodes". Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine, 2012, 841315. DOI: 10.1155/2012/841315 · PMID: 23024696
- Ogal M, Johnston SL, Klein P, Schoop R (2021). „Echinacea reduces antibiotic usage in children through respiratory tract infection prevention". European Journal of Medical Research, 26(1), 33. DOI: 10.1186/s40001-021-00499-6 · PMID: 33832544
- Goel V, Lovlin R, Barton R, et al. (2004). „Efficacy of a standardized echinacea preparation (Echinilin) for the treatment of the common cold". Journal of Clinical Pharmacy and Therapeutics, 29(1), 75–83. DOI: 10.1111/j.1365-2710.2003.00542.x · PMID: 14748902
- Raus K, Pleschka S, Klein P, et al. (2015). „Effect of an Echinacea-Based Hot Drink Versus Oseltamivir in Influenza Treatment". Current Therapeutic Research, 77, 66–72. DOI: 10.1016/j.curtheres.2015.04.001 · PMID: 26265958
- Hudson JB (2012). „Applications of the phytomedicine Echinacea purpurea (Purple Coneflower) in infectious diseases". Journal of Biomedicine and Biotechnology, 2012, 769896. DOI: 10.1155/2012/769896 · PMID: 22131823
- Vimalanathan S, Schoop R, Suter A, Hudson J (2017). „Prevention of influenza virus induced bacterial superinfection by standardized Echinacea purpurea". Virus Research, 233, 51–59. DOI: 10.1016/j.virusres.2017.03.006 · PMID: 28279802
- Manayi A, Vazirian M, Saeidnia S (2015). „Echinacea purpurea: Pharmacology, phytochemistry and analysis methods". Pharmacognosy Reviews, 9(17), 63–72. DOI: 10.4103/0973-7847.156353 · PMID: 26009695