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Olivenblatt
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Olivenblatt Olea europaea

Stand: August 2026 · Recherche und Redaktion: Botanical Desire

Der Olivenbaum (Olea europaea L.) aus der Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae) prägt seit Jahrtausenden den Mittelmeerraum; seine Blätter werden dort seit der Antike verwendet. Die Leitsubstanz des Blattes ist Oleuropein, ein an Zucker gebundenes Secoiridoid-Glykosid: Es kommt dort in deutlich höherer Menge vor als im Olivenöl und gibt dem Blatt seinen bitteren Ton. Sein Metabolit Hydroxytyrosol ist ein Phenylethanoid mit zwei benachbarten Hydroxylgruppen (o-Diphenol-Struktur). Daneben enthält das Blatt weitere Polyphenole, darunter Verbascosid (Acteosid) sowie die Flavon-Glykoside Luteolin-7-O-glucosid und Apigenin-7-O-glucosid. Olivenblatt-Extrakte werden auf ihren Oleuropein-Gehalt standardisiert, sodass er konstant bleibt.

Dieser Beitrag beschreibt die Pflanze und gibt veröffentlichte Studien wieder. Die genannten Ergebnisse gelten für die dort untersuchten Extrakte, Mengen und Zubereitungen — nicht für Produkte von Botanical Desire. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung. Ausführlicher Hinweis am Seitenende.

Auf einen Blick

  • Botanischer Name: Olea europaea L.
  • Familie: Oleaceae (Ölbaumgewächse)
  • Verwendeter Pflanzenteil: Blatt
  • Leitsubstanzen: Oleuropein (Secoiridoid-Glykosid) und dessen Metabolit Hydroxytyrosol (Phenylethanoid); begleitend Verbascosid und Flavon-Glykoside

Zum Nachlesen

Inhaltsstoffe

Das Profil des Olivenblatts wird ganz überwiegend von seinen Polyphenolen bestimmt — allen voran von Oleuropein, einem Secoiridoid-Glykosid (eine an Zucker gebundene, bitter schmeckende Pflanzensubstanz), das im Blatt in deutlich höherer Menge vorkommt als im Olivenöl. Oleuropein ist der charakteristische „Bitterstoff" der Pflanze und die Substanz, auf die Extrakte standardisiert werden. Im Körper wird Oleuropein teilweise zu Hydroxytyrosol abgebaut — einem Phenylethanoid mit zwei benachbarten Hydroxylgruppen (o-Diphenol-Struktur). Diese Doppelstruktur kann freie Radikale abfangen und Metallionen binden, die sonst oxidative Kettenreaktionen anstoßen. Daneben enthält der Extrakt weitere Polyphenole wie Verbascosid (Acteosid) sowie Flavon-Glykoside (z. B. Luteolin-7-O-glucosid und Apigenin-7-O-glucosid). In einem Zellmodell wurden für Olivenblatt-Extrakt zwei Schaltwege beschrieben: die Aktivierung des Zellschutz-Schalters NRF2 (der antioxidative Schutzenzyme hochregelt) und eine Dämpfung des entzündungssteuernden Botenstoff-Schalters NF-kB (De Cicco et al., 2020 [6]); Humandaten dazu liegen nicht vor. Olivenblatt-Extrakte werden vielfach auf ihren Oleuropein-Gehalt standardisiert (häufig auf 16–20 %), sodass diese Leitsubstanz konstant bleibt.

  • Oleuropein — Secoiridoid-Glykosid: bittere Leitsubstanz; antioxidativ; Vorstufe von Hydroxytyrosol
  • Hydroxytyrosol — Phenylethanoid (o-Diphenol), als Metabolit aus Oleuropein; für Oliven-Polyphenole, standardisiert über Hydroxytyrosol und seine Derivate, bewertete die EFSA einen gesicherten Zusammenhang mit dem Schutz der Blutfette vor oxidativem Stress — im Kontext von Olivenöl, nicht von Olivenblatt-Extrakt [4]
  • Verbascosid (Acteosid) — Phenylethanoid-Glykosid: begleitendes Polyphenol des Blattes
  • Flavon-Glykoside (Luteolin-/Apigenin-7-O-glucosid) — Flavonoide, Spuren: begleitende Blatt-Polyphenole
Forschungslage

Beschwerdedauer und -häufigkeit in einer randomisierten Studie

Zum Zusammenhang zwischen Olivenblatt-Extrakt und Beschwerden im Bereich der oberen Atemwege liegt bislang eine einzige randomisierte Humanstudie vor. Sie untersuchte 32 jugendliche Leistungssportler über neun Wochen: Eine tägliche Olivenblatt-Gabe (entsprechend 20 g Olivenblatt mit 100 mg Oleuropein) veränderte nicht, wie häufig Beschwerden im Bereich der oberen Atemwege auftraten (Odds Ratio 1,02; 95 % KI 0,21–4,44), verkürzte aber deren Dauer signifikant um 28 % (weniger betroffene Tage; OR 0,72; 95 % KI 0,56–0,93; p = 0,02) (Somerville et al., 2019 [1]). Zu einem möglichen Mechanismus liegen bislang nur Labor- und Computermodelle vor: In einem Zellassay hemmte ein auf 20 % Oleuropein standardisierter Olivenblatt-Extrakt ein geprüftes Virus moderat (IC50 = 118,3 µg/mL), und in Computersimulationen banden Oleuropein und weitere Blatt-Metabolite an virale Zielproteine (Majrashi et al., 2024 [2]) — Befunde aus dem Reagenzglas; Humandaten dazu liegen nicht vor. Auch die EFSA hat die Aussagen „trägt zur Gesundheit der oberen Atemwege bei" und „trägt zur körpereigenen Abwehr gegen äußere Einflüsse bei" für Oliven-Polyphenole geprüft, aber mangels ausreichender Daten nicht bestätigt (EFSA NDA Panel, 2011 [4]). Ehrliche Einordnung: Die direkte klinische Evidenz ist damit noch begrenzt — es liegt erst eine Humanstudie vor, die zudem nur die Beschwerdedauer, nicht deren Häufigkeit beeinflusste. Die im Zellmodell beobachtete Hemmung ist ein Laborbefund; auf den Menschen ist sie nicht übertragbar.

Malondialdehyd als Oxidationsmarker in einer placebokontrollierten Studie

Zu einem einzelnen Oxidationsmarker liegen Humandaten vor. In einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie an 70 Frauen mit einem BMI zwischen 30 und 40 senkte die Zugabe von Olivenblatt-Extrakt (250 mg/Tag über 8 Wochen) den Blutwert Malondialdehyd — einen etablierten Marker für oxidativen Stress (Lipidperoxidation) — signifikant stärker als Placebo (p = 0,02; nach Adjustierung p < 0,01) (Haidari et al., 2025 [3]). Für Oliven-Polyphenole — standardisiert über den Gehalt an Hydroxytyrosol und seinen Derivaten wie dem Oleuropein-Komplex — hat die EFSA einen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang mit dem Schutz der Blutfette vor oxidativem Stress als gesichert bewertet, bei einer Tagesaufnahme von 5 mg Hydroxytyrosol und Derivaten; bewertet wurde dieser Zusammenhang im Kontext von Olivenöl, nicht von Olivenblatt-Extrakt (EFSA NDA Panel, 2011 [4]). Ein systematischer Review von 12 randomisierten Studien (gepoolt n = 683) berichtete uneinheitliche Effekte auf kardiometabolische sowie Knochen-, Gelenk- und kognitive Marker; ausgewertet wurde narrativ, ohne quantitative Meta-Analyse (Frumuzachi et al., 2024 [5]). Ehrliche Einordnung: Der EFSA-Bezug wurde im Kontext von Olivenöl bewertet, nicht von Olivenblatt-Extrakt; in der Humanstudie verbesserte sich zudem nur der Lipidperoxidations-Marker, nicht die gesamte antioxidative Kapazität.

Zytokinwerte in Zell- und Tiermodellen

Gemessen wurden Zytokinwerte, also Konzentrationen entzündungsbezogener Botenstoffe — bislang überwiegend in Zell- und Tiermodellen; die wenigen Humandaten dazu bewertet eine Meta-Analyse als spärlich und von geringer Sicherheit [8]. In einem Zellmodell unterdrückte Olivenblatt-Extrakt in aktivierten Fresszellen (Makrophagen) deutlich die Bildung entzündungsfördernder Botenstoffe wie TNF-alpha, IL-6 und IL-1beta sowie reaktiver Sauerstoffspezies und steigerte zugleich den entzündungshemmenden Botenstoff IL-10 — vermittelt über die Schaltwege NRF2-KEAP1, NF-kB und PPAR-gamma (De Cicco et al., 2020 [6]). In Tiermodellen und an menschlichem Darmgewebe (ex vivo) reduzierte der Extrakt entzündliche Mediatoren (IL-1beta, TNF-alpha, iNOS) und stärkte die Darmbarriere (Vezza et al., 2017 [7]). Ehrliche Einordnung: Diese Befunde stammen ausschließlich aus Labor- und Tierversuchen. Eine systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse aus dem Jahr 2026 fasst die menschliche Datenlage nüchtern zusammen: Die Evidenz zu Entzündungsmarkern unter Olivenblatt-Extrakt sei bislang „spärlich und von geringer Sicherheit", und für Stoffwechselparameter zeigten sich keine signifikanten Effekte (Camara Rocha Menezes et al., 2026 [8]). Für den Menschen ist damit kein Befund zu diesen Markern belegt.

Mengen in Studien
  • Typische Tagesdosis — in Studien: Olivenblatt-Extrakt 100–1000 mg/Tag; Atemwegs-RCT ~20 g Olivenblatt-Äquivalent; Antioxidans-RCT 250 mg/Tag
  • Leitsubstanz-Gehalt (Oleuropein) — in Studien: Atemwegs-RCT 100 mg Oleuropein/Tag [1]; EFSA-Schwelle für den Antioxidations-Effekt 5 mg Hydroxytyrosol & Derivate (inkl. Oleuropein)/Tag [4]
  • Extrakttyp — in Studien: standardisierte Olivenblatt-Extrakte (häufig 16–20 % Oleuropein)
  • Einnahmedauer — in Studien: 8–9 Wochen (RCTs)
Zusammenfassung der Evidenz

Die Datenlage stellt sich für die drei untersuchten Messgrößen unterschiedlich dar. Zur Beschwerdedauer und -häufigkeit ist sie vorläufig — getragen von einer randomisierten Studie sowie von Labor- und Computermodellen, bei niedriger Konsistenz. Zum Oxidationsmarker Malondialdehyd ist sie moderat — gestützt auf eine randomisierte Studie und einen systematischen Review, bei mittlerer Konsistenz; eine nach der Health-Claims-Verordnung zugelassene Angabe für Olivenblatt-Extrakt gibt es nicht. Zu den Zytokinwerten ist sie vorläufig — überwiegend Zell- und Tiermodelle, dazu wenige Humandaten, die eine Meta-Analyse als spärlich und von geringer Sicherheit einordnet, bei niedriger Konsistenz. Angaben zu Studientyp, Teilnehmerzahl und Limitationen stehen bei der jeweiligen Quelle.

Evidenzgrade: Stark = mehrere RCTs/Meta-Analysen, konsistent · Moderat = einzelne RCTs, überwiegend positiv · Vorläufig = präklinisch oder inkonsistent. Hinweis: Die Polyphenole des Olivenblatts (Oleuropein, Hydroxytyrosol) sind chemisch und mechanistisch umfangreich untersucht; eine nach der Health-Claims-Verordnung zugelassene Angabe für Olivenblatt-Extrakt gibt es nicht. Die klinischen Daten zu Olivenblatt-Extrakt beim Menschen sind wenige und in ihren Endpunkten uneinheitlich: Zu den Beschwerdeangaben der Teilnehmer liegt erst eine randomisierte Studie vor, und eine Meta-Analyse von 2026 stuft die Humandaten zu Entzündungs- und Stoffwechselmarkern als noch begrenzt ein. Die hier zusammengetragenen Untersuchungen beziehen sich auf die jeweils geprüften Extrakte, Mengen und Zubereitungen. Angaben zu Studientyp, Teilnehmerzahl und Limitationen stehen bei der jeweiligen Quelle.

Studien im Detail

[1] Somerville et al. (2019) — RCT: Beschwerden der oberen Atemwege bei Sportlern

  • Journal: Nutrients
  • Studientyp: randomisierte, kontrollierte Studie
  • Teilnehmer: n = 32 randomisiert (29 ausgewertet: 17 Interventions-, 12 Placebo-Gruppe); jugendliche Leistungssportler (Oberstufenschüler)
  • Dosierung: Olivenblatt-Extrakt entsprechend 20 g Olivenblatt mit 100 mg Oleuropein täglich über 9 Wochen vs. Placebo
  • Kernergebnis: keine Veränderung der Häufigkeit gemeldeter Beschwerden im Bereich der oberen Atemwege, aber signifikant 28 % weniger betroffene Tage (kürzere Beschwerdedauer; p = 0,02)
  • Limitationen: sehr kleine Stichprobe (n = 32); spezielle Population (jugendliche Sportler); Selbstauskunft
  • DOI: 10.3390/nu11020358 · PMID: 30744092

[2] Majrashi et al. (2024) — In-silico & in vitro: virushemmende Eigenschaften im Zellmodell

  • Journal: PLoS One
  • Studientyp: In-silico-Docking-Studie und In-vitro-Zellassay
  • Teilnehmer: keine (Zellkultur/Computersimulation)
  • Dosierung: standardisierter Olivenblatt-Extrakt (20 % Oleuropein); IC50 = 118,3 µg/mL im Zellassay
  • Kernergebnis: moderate Hemmung eines Coronavirus (SARS-CoV-2) in einer Zellkultur-Untersuchung; Oleuropein und weitere Blatt-Metabolite banden in Computersimulationen an virale Zielproteine (u. a. Hauptprotease, RNA-Polymerase)
  • Limitationen: rein präklinisch (in vitro/in silico); keine Daten am Menschen; kein Beleg für eine Schutz- oder Vorbeugewirkung gegen Infektionen beim Menschen; nur moderate Wirkstärke im Zellmodell
  • DOI: 10.1371/journal.pone.0301086 · PMID: 38662719

[3] Haidari et al. (2025) — RCT: oxidativer Stress

  • Journal: Nutrition, Metabolism & Cardiovascular Diseases
  • Studientyp: einzentrische, doppelblinde, parallele, randomisierte, placebokontrollierte Studie
  • Teilnehmer: n = 70 Frauen mit einem BMI zwischen 30 und 40, 18–50 Jahre
  • Dosierung: 250 mg Olivenblatt-Extrakt/Tag + kalorienreduzierte Kost über 8 Wochen vs. Placebo + kalorienreduzierte Kost
  • Kernergebnis: signifikant stärkere Senkung des oxidativen Stressmarkers Malondialdehyd gegenüber Placebo (p = 0,02; adjustiert p < 0,01)
  • Limitationen: spezielle Population (Frauen mit BMI 30–40 unter Diät); nur Malondialdehyd verbessert, nicht die gesamte antioxidative Kapazität; Oleuropein-Gehalt nicht spezifiziert
  • DOI: 10.1016/j.numecd.2025.104097 · PMID: 40685267

[4] EFSA NDA Panel (2011) — Wissenschaftliche Bewertung: Oliven-Polyphenole

  • Journal: EFSA Journal
  • Studientyp: wissenschaftliche Stellungnahme des EFSA-Gremiums (NDA-Panel), Peer-Review
  • Teilnehmer: Evidenzsynthese (regulatorische Bewertung publizierter Humandaten)
  • Dosierung: antioxidativer Effekt etabliert bei 5 mg Hydroxytyrosol und Derivaten (inkl. Oleuropein-Komplex) pro Tag
  • Kernergebnis: gesicherter Ursache-Wirkungs-Zusammenhang zwischen Oliven-Polyphenolen und dem Schutz der Blutfette vor oxidativem Stress; die Aussagen zu Atemwegen und körpereigener Abwehr wurden mangels Evidenz nicht bestätigt
  • Limitationen: Bewertung im Kontext von Olivenöl (nicht Olivenblatt-Extrakt); nur der antioxidative Bezug zugelassen, weitere Claims abgelehnt
  • DOI: 10.2903/j.efsa.2011.2033 · PMID: 42078706

[5] Frumuzachi et al. (2024) — Systematischer Review: Oleuropein & Hydroxytyrosol

  • Journal: Antioxidants (Basel)
  • Studientyp: systematischer Review randomisierter kontrollierter Studien
  • Teilnehmer: 12 RCTs, gepoolt n = 683
  • Dosierung: verschiedene Formen; Spannweite von 5 mg/Tag Hydroxytyrosol bis 320,8 mg Oleuropein + 11,9 mg Hydroxytyrosol/Tag
  • Kernergebnis: uneinheitliche, aber insgesamt ermutigende Effekte auf kardiometabolische sowie Knochen-, Gelenk- und kognitive Marker
  • Limitationen: heterogene Dosen/Formen; gemischte Ergebnisse; narrativ (keine quantitative Meta-Analyse); nicht spezifisch auf Antioxidans-Endpunkte fokussiert
  • DOI: 10.3390/antiox13091040 · PMID: 39334699

[6] De Cicco et al. (2020) — In vitro: entzündungsmodulierende Wirkung

  • Journal: Nutrients
  • Studientyp: In-vitro-Studie (murine Makrophagen RAW 264.7)
  • Teilnehmer: keine (Zellmodell der Adipositas-bedingten Entzündung)
  • Dosierung: Olivenblatt-Extrakt in Zellkultur (Palmitat-stimulierte Makrophagen)
  • Kernergebnis: Unterdrückung von TNF-alpha, IL-6, IL-1beta, NO, PGE2 und ROS; Anstieg von IL-10; Verschiebung von M1- zu M2-Makrophagen über NRF2-, NF-kB- und PPAR-gamma-Wege
  • Limitationen: rein zellbasiert; keine Übertragbarkeit der Dosis auf den Menschen
  • DOI: 10.3390/nu12123663 · PMID: 33260769

[7] Vezza et al. (2017) — Tier & ex vivo: immunmodulierende Eigenschaften

  • Journal: Molecular Nutrition & Food Research
  • Studientyp: Tierstudie (zwei Maus-Kolitis-Modelle) plus Ex-vivo-Untersuchungen an menschlichem Darmgewebe
  • Teilnehmer: Mäuse; ex vivo Schleimhautproben gesunder Spender und von Morbus-Crohn-Patienten
  • Dosierung: Olivenblatt-Extrakt 0,5–25 mg/kg (Tier) bzw. 0,1–100 µg/mL (ex vivo/in vitro)
  • Kernergebnis: Reduktion entzündlicher Mediatoren (IL-1beta, TNF-alpha, iNOS) und Stärkung der Darmbarriere; bestätigt an Crohn-Schleimhaut
  • Limitationen: Tier- und Ex-vivo-Modell; keine klinische Studie am Menschen
  • DOI: 10.1002/mnfr.201601066 · PMID: 28731213

[8] Camara Rocha Menezes et al. (2026) — Meta-Analyse: ehrliche Einordnung der Humandaten

  • Journal: Food & Function
  • Studientyp: systematischer Review und Meta-Analyse randomisierter kontrollierter Studien
  • Teilnehmer: 11 RCTs (4 Kurzzeit-, 7 Dauereinnahme-Studien)
  • Dosierung: verschiedene Olivenblatt-Extrakt- und Oleuropein-Dosen
  • Kernergebnis: keine signifikanten Effekte auf Glukose- und Lipidwerte; Evidenz zu Entzündungsmarkern spärlich und von geringer Sicherheit
  • Limitationen: hier als ehrlicher Beleg für die noch begrenzte Humandatenlage zitiert; bewertet Stoffwechsel-/Entzündungsmarker (nicht Immun-/Atemwegs- oder direkte Antioxidans-Endpunkte)
  • DOI: 10.1039/d5fo04235f · PMID: 41848522
Quellenverzeichnis
  1. Somerville V, Moore R, Braakhuis A (2019). „The Effect of Olive Leaf Extract on Upper Respiratory Illness in High School Athletes: A Randomised Control Trial". Nutrients, 11(2), 358. DOI: 10.3390/nu11020358 · PMID: 30744092
  2. Majrashi TA, El Hassab MA, Mahmoud SH, et al. (2024). „In vitro biological evaluation and in silico insights into the antiviral activity of standardized olive leaves extract against SARS-CoV-2". PLoS One, 19(4), e0301086. DOI: 10.1371/journal.pone.0301086 · PMID: 38662719
  3. Haidari F, Mohammad-Shahi M, Jalali MT, et al. (2025). „Phenolic-rich extract of olive leaf with a hypocaloric diet alleviates oxidative stress in obese females: a randomized double-blind placebo controlled trial". Nutrition, Metabolism & Cardiovascular Diseases, 35(10), 104097. DOI: 10.1016/j.numecd.2025.104097 · PMID: 40685267
  4. EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies (NDA) (2011). „Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to polyphenols in olive and protection of LDL particles from oxidative damage [...]". EFSA Journal, 9(4), 2033. DOI: 10.2903/j.efsa.2011.2033 · PMID: 42078706
  5. Frumuzachi O, Gavrilaș LI, Vodnar DC, et al. (2024). „Systemic Health Effects of Oleuropein and Hydroxytyrosol Supplementation: A Systematic Review of Randomized Controlled Trials". Antioxidants (Basel), 13(9), 1040. DOI: 10.3390/antiox13091040 · PMID: 39334699
  6. De Cicco P, Maisto M, Tenore GC, Ianaro A (2020). „Olive Leaf Extract, from Olea europaea L., Reduces Palmitate-Induced Inflammation via Regulation of Murine Macrophages Polarization". Nutrients, 12(12), 3663. DOI: 10.3390/nu12123663 · PMID: 33260769
  7. Vezza T, Algieri F, Rodríguez-Nogales A, et al. (2017). „Immunomodulatory properties of Olea europaea leaf extract in intestinal inflammation". Molecular Nutrition & Food Research, 61(10), 1601066. DOI: 10.1002/mnfr.201601066 · PMID: 28731213
  8. Camara Rocha Menezes R, Peres KK, da Mata IR, et al. (2026). „Metabolic and inflammatory effects of oleuropein and olive leaf extract: a systematic review and meta-analysis". Food & Function, 17(7), 3077–3090. DOI: 10.1039/d5fo04235f · PMID: 41848522
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