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Ashwagandha (Withania somnifera)
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Pflanzenkompendium

Ashwagandha Withania somnifera

Stand: Oktober 2026 · Recherche und Redaktion: Botanical Desire

Ashwagandha (Withania somnifera), auch Winterkirsche genannt, gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae); verwendet wird die Wurzel. Im Ayurveda wird die Pflanze seit Jahrtausenden zu den Rasayana-Pflanzen gerechnet. Charakteristisch für die Wurzel sind die Withanolide, eine Gruppe von Steroidlactonen — C28-Steroide mit angehängter Lactonring-Struktur —, zu denen Withaferin A und die Withanolide A bis Y zählen. Daneben enthält sie Withanoside und Sitoindoside, an Zucker gebundene Steroidverbindungen, sowie Spuren von Alkaloiden. Gegenstand vieler Untersuchungen ist ein reiner Wurzelextrakt, der das Inhaltsstoffspektrum der Wurzel möglichst vollständig abbildet und auf Withanolide standardisiert ist.

Dieser Beitrag beschreibt die Pflanze und gibt veröffentlichte Studien wieder. Die genannten Ergebnisse gelten für die dort untersuchten Extrakte, Mengen und Zubereitungen — nicht für Produkte von Botanical Desire. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung. Ausführlicher Hinweis am Seitenende.

Auf einen Blick

Botanischer Name
Withania somnifera
Familie
Solanaceae (Nachtschattengewächse)
Verwendeter Pflanzenteil
Wurzel
Leitsubstanzen
Withanolide (Steroidlactone) wie Withaferin A, Withanolide A–Y, sowie Withanoside und Sitoindoside (steroidale Glykoside)

Sicherheit und behördliche Bewertungen

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt in seiner Mitteilung vom 10. September 2024 insbesondere Kindern, Schwangeren und Stillenden sowie Personen mit einer bestehenden oder früheren Erkrankung der Leber, keine Ashwagandha-Präparate einzunehmen. Anderen Teilen der Allgemeinbevölkerung rät es wegen mangelnder Daten und Kenntnislücken zur Zurückhaltung. Auf Basis der bisher veröffentlichten Risikobewertungen und der international registrierten Fallberichte empfehlen das BfR und andere europäische Behörden laut derselben Mitteilung, keine Ashwagandha-haltigen Präparate einzunehmen [9].

In den vorliegenden Humanstudien wurden nach Einschätzung des BfR vor allem mögliche Nutzen untersucht; unerwünschte Ereignisse wurden dort nicht systematisch erfasst. Eine gesundheitlich unbedenkliche Aufnahmemenge ließ sich aus den Daten bisher nicht ableiten [9]. Die Tagesmengen im Abschnitt „Mengen in Studien“ beschreiben deshalb, was untersucht wurde — nicht, was als sicher bewertet ist.

Als berichtete Akutfolgen nennt das BfR Beschwerden des Verdauungstraktes wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall sowie Benommenheit, Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit und Hautausschläge. Seit 2017 wurden weltweit, auch aus Europa und Deutschland, Fallberichte und Verdachtsfälle zu teils schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen veröffentlicht, die möglicherweise mit Ashwagandha-haltigen Präparaten zusammenhängen; insbesondere Berichte zu Leberschäden, darunter Fälle von akutem Leberversagen, geben laut BfR Anlass zur Vorsicht [9].

Hinweise gibt es laut BfR außerdem darauf, dass Ashwagandha-Präparate das Immunsystem und das Hormonsystem beeinflussen können — genannt werden Cortisol- und Blutzuckerspiegel sowie Schilddrüsen- und Sexualhormone — und dass sie sich mit Arzneimitteln gegenseitig beeinflussen können, etwa mit Arzneimitteln zur Regulierung von Blutzucker (Antidiabetika), Blutdruck (Blutdrucksenker) und Immunsystem (Immunsuppressiva). Bei Einnahme bestimmter Arzneimittel empfiehlt das BfR ärztliche Rücksprache. Bereits 2012 hatte das BfR Bedenken geäußert, die sich auf Hinweise zur Beeinflussung der Schilddrüsenfunktion und auf die historisch nachgesagte Verwendung zum Schwangerschaftsabbruch stützten [9].

In Dänemark ist der Verkauf von Produkten mit Ashwagandha als Lebensmittel nicht erlaubt; die dänische Lebensmittelbehörde verweist auf eine Risikobewertung der Technischen Universität Dänemarks (DTU), nach der die Pflanze negative Effekte auf Sexualhormone und Fortpflanzung bei Männern und Frauen hat und außerdem Stoffwechsel, Immunsystem und zentrales Nervensystem beeinflussen kann [10]. Eine Arbeitsgruppe der Leiterinnen und Leiter der europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörden zählt Withania somnifera in ihrem Bericht vom 6. Juni 2024 zu 13 Stoffen, die für ein Verfahren nach Artikel 8 der Verordnung (EG) Nr. 1925/2006 vorrangig in Betracht kommen — genannt werden mögliche Effekte auf Fortpflanzung, Schilddrüsenhormone, Acetylcholinesterase und Immunsystem sowie Fallberichte zur Lebertoxizität; eine sichere Tagesmenge lasse sich aus den Daten nicht ableiten [11]. Eröffnen kann ein solches Verfahren die EU-Kommission; es kann mit Verwendungsbedingungen, Einschränkungen oder einem Verbot enden (Stand der Recherche: September 2026).

Zum Nachlesen

Ashwagandha: Inhaltsstoffe

Die charakteristischen Leitsubstanzen der Ashwagandha-Wurzel sind die Withanolide — eine Gruppe von Steroidlactonen (chemisch C28-Steroide mit einer angehängten Lactonring-Struktur), zu denen unter anderem Withaferin A und die Withanolide A bis Y zählen. Daneben enthält die Wurzel Withanoside und Sitoindoside (an Zucker gebundene Steroidverbindungen) sowie Spuren von Alkaloiden wie Withanin und Somniferin. Der in vielen Studien verwendete Extrakt ist ein reiner Wurzelextrakt, der das natürliche Stoffspektrum der Pflanze möglichst vollständig abbildet („full-spectrum") und auf Withanolide standardisiert ist. Solche standardisierten Extrakte sollen die in Studien betonte Leitsubstanz konstant bereitstellen. Welche Endpunkte die Humanstudien zu diesen Extrakten erhoben haben — Serum-Cortisol, Fragebogenwerte, Schlafparameter —, steht in den Kapiteln weiter unten.

  • Withanolide (gesamt) — Steroidlactone (C28-Steroide): Substanzgruppe, auf die die in den Studien eingesetzten Extrakte standardisiert werden (einzelne Studien nutzten stärker konzentrierte Extrakte)
  • Withaferin A — Steroidlacton aus dem Withanolid-Komplex der Wurzel
  • Withanoside / Sitoindoside — steroidale Glykoside (an Zucker gebundene Steroidverbindungen)
  • Alkaloide (z. B. Withanin, Somniferin) — Alkaloide, nur in Spuren enthalten

Forschungslage

Serum-Cortisol und Stress-Scores in randomisierten Studien

Am umfangreichsten untersucht sind zwei Endpunkte: das Serum-Cortisol und die Punktwerte standardisierter Stress-Fragebögen. Dazu liegen eine Meta-Analyse und drei randomisierte, placebokontrollierte Studien vor. In einer randomisierten, placebokontrollierten Studie an 64 chronisch gestressten Erwachsenen sank unter 600 mg/Tag über 60 Tage das Serum-Cortisol deutlich stärker als unter Placebo (P = 0,0006), begleitet von signifikant besseren Werten auf allen Stress-Fragebögen (P < 0,0001) (Chandrasekhar et al., 2012 [1]). In einer Studie mit zwei Tagesmengen waren die wahrgenommene Stressbelastung (PSS) und das Cortisol nach 8 Wochen sowohl unter 250 mg/Tag als auch unter 600 mg/Tag eines standardisierten Wurzelextrakts signifikant gesunken (Salve et al., 2019 [2]). Eine weitere placebokontrollierte Studie beobachtete unter 240 mg/Tag eine ausgeprägte Senkung des morgendlichen Cortisols (P < 0,001) (Lopresti et al., 2019 [3]). Eine Meta-Analyse von 12 randomisierten Studien (1.002 Teilnehmer) ermittelte einen deutlichen Gesamteffekt auf die Stress-Scores (SMD −1,75; 95 % KI −2,29 bis −1,22) mit einem günstigen Dosisbereich von 300–600 mg/Tag (Akhgarjand et al., 2022 [4]). Die Richtung der Befunde ist über die Studien hinweg konsistent; einige Einzelstudien wurden von Extrakt-Herstellern unterstützt.

Schlafparameter in Meta-Analyse und Aktigraphie-Studie

Zu den Schlafparametern liegen eine Meta-Analyse und zwei randomisierte Studien vor; erhoben wurden Fragebogenwerte und aktigraphisch gemessene Werte. Eine Meta-Analyse von 5 randomisierten Studien (400 Teilnehmer) fand einen kleinen, aber statistisch signifikanten Gesamteffekt auf die Schlafparameter (SMD −0,59; 95 % KI −0,75 bis −0,42), der bei Erwachsenen mit belastetem Schlaf, ab Dosierungen von 600 mg/Tag und ab 8 Wochen Einnahmedauer am deutlichsten ausfiel (Cheah et al., 2021 [5]). In einer aktigraphisch (per Bewegungssensor) kontrollierten Studie an Erwachsenen mit belastetem Schlaf war nach 10 Wochen mit einem Vollspektrum-Wurzelextrakt (2 × 300 mg/Tag) die Einschlafzeit signifikant kürzer als unter Placebo, und die Schlafeffizienz stieg von 75,6 % auf 83,5 % (Langade et al., 2019 [6]). Eine Studie an 150 gesunden Erwachsenen mit nicht erholsamem Schlaf beobachtete unter standardisiertem Ashwagandha-Extrakt eine Verbesserung der selbstberichteten Schlafqualität um 72 % gegenüber 29 % unter Placebo (p < 0,001) (Deshpande et al., 2020 [7]). Die Richtung der Befunde zu den Schlafparametern ist über die Studien hinweg konsistent; die Unterschiede fallen im Durchschnitt aber moderat aus und waren bei Erwachsenen mit belastetem Schlaf deutlicher als bei guten Schläfern.

Fragebogenwerte in Meta-Analyse und systematischem Review

Neben den Cortisolwerten wurden in der Forschung auch die Punktwerte standardisierter Angst- und Stressskalen erhoben. Die Meta-Analyse von 12 randomisierten Studien ermittelte neben dem Effekt auf die Stress-Scores auch eine signifikante Reduktion von Angstwerten (SMD −1,55; 95 % KI −2,37 bis −0,74) (Akhgarjand et al., 2022 [4]). Ein systematischer Review von 5 Humanstudien kam übereinstimmend zu dem Schluss, dass sich die Werte auf Angst- und Stressskalen unter Ashwagandha stärker verbesserten als unter Placebo — in einer der eingeschlossenen Studien sank die wahrgenommene Stressbelastung (PSS) um 44,0 % gegenüber 5,5 % unter Placebo (p < 0,0001) (Pratte et al., 2014 [8]). Auch in der bereits genannten klinischen Studie verbesserten sich die Angst- und Wohlbefindens-Scores unter Verum deutlich stärker als unter Placebo (Chandrasekhar et al., 2012 [1]). Die Befundlage weist über mehrere unabhängige Arbeiten hinweg in eine konsistente Richtung.

Mengen in Studien
  • Typische Tagesdosis — in Studien: 250–600 mg/Tag
  • Leitsubstanz-Gehalt — in Studien: meist auf Withanolide standardisiert
  • Extrakttyp — in Studien: Vollspektrum-Wurzelextrakt (Studien [1], [2], [6]); andere Studien nutzten stärker konzentrierte Extrakte wie Shoden ([3], [7])
  • Einnahmedauer — in Studien: 6–10 Wochen (meist 8 Wochen)

Wie belastbar die Studien sind

  • Endpunkt Serum-Cortisol und Stress-Fragebögen: Datenlage stark — eine Meta-Analyse und drei randomisierte Studien, Richtung sehr konsistent, Ergebnissicherheit eingeschränkt.
  • Schlafparameter in Fragebögen und Aktigraphie: Datenlage moderat — eine Meta-Analyse und zwei randomisierte Studien, hohe Konsistenz.
  • Punktwerte standardisierter Fragebögen: Datenlage moderat — eine Meta-Analyse, ein systematischer Review und eine randomisierte Studie, mittlere Konsistenz.

Evidenzgrade: stark bedeutet mehrere Meta-Analysen oder randomisierte Studien mit konsistenter Richtung; moderat bezeichnet einzelne randomisierte Studien mit überwiegend positivem Ergebnis; vorläufig steht für präklinische oder uneinheitliche Datenlage. Zu Withania somnifera liegen mehrere randomisierte Studien und Meta-Analysen vor. Die Meta-Analysen benennen dabei eine hohe Heterogenität zwischen den Studien, eine insgesamt niedrige bis moderate Ergebnissicherheit nach GRADE-Kriterien sowie mehrere herstellerunterstützte Einzelstudien. Die Befundlage ist umfangreich, sollte aber nicht überinterpretiert werden.

Ashwagandha: Studien im Detail

[1] Chandrasekhar et al. (2012) — RCT: Stress-Scores & Serum-Cortisol

  • Journal: Indian Journal of Psychological Medicine
  • Studientyp: prospektive, doppelblinde, randomisierte, placebokontrollierte Studie
  • Teilnehmer: n = 64 Erwachsene mit chronischem Stress
  • Dosierung: 300 mg hochkonzentrierter Vollspektrum-Wurzelextrakt zweimal täglich (600 mg/Tag) über 60 Tage
  • Kernergebnis: signifikante Reduktion auf allen Stress-Skalen (P < 0,0001) und deutliche Senkung des Serum-Cortisols (P = 0,0006) gegenüber Placebo
  • Limitationen: kleine Stichprobe (n = 64); Einzelzentrum; relativ kurze Dauer (60 Tage)
  • DOI: 10.4103/0253-7176.106022 · PMID: 23439798

[2] Salve et al. (2019) — RCT mit zwei Tagesmengen: Stress-Score (PSS) & Cortisol

  • Journal: Cureus
  • Studientyp: prospektive, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit zwei Tagesmengen
  • Teilnehmer: n = 60 gestresste gesunde Erwachsene (PSS-Ausgangswert > 20)
  • Dosierung: 125 mg oder 300 mg standardisierter Wurzelextrakt zweimal täglich (250 bzw. 600 mg/Tag) vs. Placebo über 8 Wochen
  • Kernergebnis: dosisabhängige, signifikante Senkung von wahrgenommenem Stress (PSS) und Serum-Cortisol; Verbesserung der Schlafqualität; Senkung von PSS und Cortisol auch bei 250 mg/Tag signifikant
  • Limitationen: kleine Stichprobe (n = 60); kurze Dauer (8 Wochen); Selbstauskunft für Schlaf
  • DOI: 10.7759/cureus.6466 · PMID: 32021735

[3] Lopresti et al. (2019) — RCT: HAM-A-Score, Cortisol & DHEA-S

  • Journal: Medicine (Baltimore)
  • Studientyp: 60-tägige, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie
  • Teilnehmer: n = 60 gesunde Erwachsene mit selbstberichtetem hohen Stress
  • Dosierung: 240 mg standardisierter Ashwagandha-Extrakt (Shoden) einmal täglich über 60 Tage
  • Kernergebnis: signifikante Reduktion der Angstwerte (HAM-A, P = 0,040), deutliche Senkung des morgendlichen Cortisols (P < 0,001) und des DHEA-S (P = 0,004) gegenüber Placebo
  • Limitationen: anderer, stärker konzentrierter Extrakt (Shoden); möglicher Interessenkonflikt
  • DOI: 10.1097/MD.0000000000017186 · PMID: 31517876

[4] Akhgarjand et al. (2022) — Meta-Analyse: Fragebogenwerte

  • Journal: Phytotherapy Research
  • Studientyp: systematischer Review und Meta-Analyse randomisierter kontrollierter Studien mit Auswertung nach Tagesmenge
  • Teilnehmer: 12 RCTs, gepoolt n = 1.002 (Alter 25–48 Jahre)
  • Dosierung: verschiedene Ashwagandha-Extrakte; günstiger Bereich bei den Stress-Scores 300–600 mg/Tag
  • Kernergebnis: signifikante Reduktion der Angstwerte (SMD −1,55) und Stress-Scores (SMD −1,75) gegenüber Placebo
  • Limitationen: sehr hohe Heterogenität (I² 83–94 %); von den Autoren als „niedrige Ergebnissicherheit“ eingestuft; verschiedene Extrakte/Dosen gepoolt
  • DOI: 10.1002/ptr.7598 · PMID: 36017529

[5] Cheah et al. (2021) — Meta-Analyse: Schlafparameter

  • Journal: PLoS One
  • Studientyp: systematischer Review und Meta-Analyse randomisierter kontrollierter Studien
  • Teilnehmer: 5 RCTs, gepoolt n = 400 (Erwachsene ab 18 Jahren)
  • Dosierung: Ashwagandha-Extrakt vs. Placebo; stärkster Effekt ab 600 mg/Tag und ab 8 Wochen
  • Kernergebnis: kleiner, aber signifikanter Gesamteffekt auf die Schlafparameter (SMD −0,59); zusätzlich verbesserte mentale Wachheit am Morgen und Angstwerte
  • Limitationen: moderate Heterogenität (I² = 62 %); kleiner Gesamteffekt; begrenzte Langzeit-Sicherheitsdaten
  • DOI: 10.1371/journal.pone.0257843 · PMID: 34559859

[6] Langade et al. (2019) — RCT: Einschlafzeit & Schlafeffizienz (Aktigraphie)

  • Journal: Cureus
  • Studientyp: randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie (aktigraphisch kontrolliert)
  • Teilnehmer: n = 60 Erwachsene mit belastetem Schlaf und erhöhter Anspannung (Test n = 40, Placebo n = 20)
  • Dosierung: 300 mg Vollspektrum-Wurzelextrakt zweimal täglich (600 mg/Tag) über 10 Wochen
  • Kernergebnis: signifikant kürzere Einschlafzeit (SOL, p = 0,019) und höhere Schlafeffizienz (75,6 % → 83,5 %); bessere Schlafqualität (p = 0,002) und Angstwerte (HAM-A) gegenüber Placebo
  • Limitationen: kleine Stichprobe (n = 60); spezielle Population (Erwachsene mit belastetem Schlaf); Einzelzentrum
  • DOI: 10.7759/cureus.5797 · PMID: 31728244

[7] Deshpande et al. (2020) — RCT: Schlafqualität

  • Journal: Sleep Medicine
  • Studientyp: randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie (aktigraphisch kontrolliert)
  • Teilnehmer: n = 150 gesunde Erwachsene mit nicht erholsamem Schlaf (144 abgeschlossen)
  • Dosierung: 120 mg standardisierter Ashwagandha-Extrakt (Shoden) einmal täglich über 6 Wochen
  • Kernergebnis: selbstberichtete Schlafqualität +72 % (Placebo +29 %, p < 0,001); signifikante Verbesserung von Schlafeffizienz, Gesamtschlafzeit, Einschlafzeit und WASO
  • Limitationen: anderer, stärker konzentrierter Extrakt (Shoden); relativ kurze Dauer (6 Wochen)
  • DOI: 10.1016/j.sleep.2020.03.012 · PMID: 32540634

[8] Pratte et al. (2014) — Systematischer Review: Fragebogenwerte

  • Journal: The Journal of Alternative and Complementary Medicine
  • Studientyp: systematischer Review von Humanstudien
  • Teilnehmer: 5 eingeschlossene Humanstudien (aus 62 gescreenten Abstracts)
  • Dosierung: verschiedene Ashwagandha-Regime
  • Kernergebnis: alle 5 Studien zeigten stärkere Verbesserungen auf Angst-/Stressskalen als Placebo; in einer Studie PSS −44,0 % vs. −5,5 % (p < 0,0001)
  • Limitationen: alle Studien mit unklarem oder hohem Verzerrungsrisiko; heterogene Designs verhinderten eine quantitative Meta-Analyse; Ergebnisse „mit Vorsicht“ zu interpretieren
  • DOI: 10.1089/acm.2014.0177 · PMID: 25405876

Quellenverzeichnis

  1. Chandrasekhar K, Kapoor J, Anishetty S (2012). „A prospective, randomized double-blind, placebo-controlled study of safety and efficacy of a high-concentration full-spectrum extract of ashwagandha root in reducing stress and anxiety in adults". Indian Journal of Psychological Medicine, 34(3), 255–262. DOI: 10.4103/0253-7176.106022 · PMID: 23439798
  2. Salve J, Pate S, Debnath K, Langade D (2019). „Adaptogenic and Anxiolytic Effects of Ashwagandha Root Extract in Healthy Adults". Cureus, 11(12), e6466. DOI: 10.7759/cureus.6466 · PMID: 32021735
  3. Lopresti AL, Smith SJ, Malvi H, Kodgule R (2019). „An investigation into the stress-relieving and pharmacological actions of an ashwagandha (Withania somnifera) extract". Medicine (Baltimore), 98(37), e17186. DOI: 10.1097/MD.0000000000017186 · PMID: 31517876
  4. Akhgarjand C, Asoudeh F, Bagheri A, et al. (2022). „Does Ashwagandha supplementation have a beneficial effect on the management of anxiety and stress? A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials". Phytotherapy Research, 36(11), 4115–4124. DOI: 10.1002/ptr.7598 · PMID: 36017529
  5. Cheah KL, Norhayati MN, Husniati Yaacob L, Abdul Rahman R (2021). „Effect of Ashwagandha (Withania somnifera) extract on sleep: A systematic review and meta-analysis". PLoS One, 16(9), e0257843. DOI: 10.1371/journal.pone.0257843 · PMID: 34559859
  6. Langade D, Kanchi S, Salve J, et al. (2019). „Efficacy and Safety of Ashwagandha (Withania somnifera) Root Extract in Insomnia and Anxiety". Cureus, 11(9), e5797. DOI: 10.7759/cureus.5797 · PMID: 31728244
  7. Deshpande A, Irani N, Balkrishnan R, Benny IR (2020). „A randomized, double blind, placebo controlled study to evaluate the effects of ashwagandha (Withania somnifera) extract on sleep quality in healthy adults". Sleep Medicine, 72, 28–36. DOI: 10.1016/j.sleep.2020.03.012 · PMID: 32540634
  8. Pratte MA, Nanavati KB, Young V, Morley CP (2014). „An alternative treatment for anxiety: a systematic review of human trial results reported for the Ayurvedic herb ashwagandha (Withania somnifera)". The Journal of Alternative and Complementary Medicine, 20(12), 901–908. DOI: 10.1089/acm.2014.0177 · PMID: 25405876
  9. Bundesinstitut für Risikobewertung (2024). „Ashwagandha: Schlafbeeren-Präparate mit möglichen Gesundheitsrisiken“. Mitteilung 039/2024 vom 10. September 2024. https://www.bfr.bund.de/cm/343/ashwagandha-schlafbeeren-praeparate-mit-moeglichen-gesundheitsrisiken.pdf
  10. Fødevarestyrelsen (dänische Lebensmittelbehörde). „Ashwagandha i kosttilskud og drikkevarer“. https://foedevarestyrelsen.dk/kost-og-foedevarer/alt-om-mad/kemi-i-maden/mad-med-uoensket-kemi/ashwagandha (abgerufen am 26.09.2026)
  11. Heads of Food Safety Agencies, Working Group „Food Supplements“ (2024). First report, 6. Juni 2024, Annex C „Withania somnifera“. Herausgegeben vom BVL. https://www.bvl.bund.de/SharedDocs/Downloads/01_Lebensmittel/Internationales/report_HoA_WG_FS-en.pdf
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