
Nährstoffe · Vitamine
Vitamin K
Phyllochinon (K1) / Menachinone (K2) · C₃₁H₄₆O₂ / z. B. C₄₆H₆₄O₂ (Menachinon-7)
Stand: 14.10.2026 · Recherche und Redaktion: Botanical Desire
Vitamin K ist ein fettlösliches Vitamin und umfasst mehrere Verbindungen. Die bekanntesten sind nach der Deutschen Gesellschaft für Ernährung das pflanzliche Vitamin K1 (Phyllochinon) und Vitamin K2 (Menachinone), die in tierischen und fermentierten Lebensmitteln vorkommen.
Dieser Beitrag beschreibt den Nährstoff. Über Wirkungen sagt er nur, was die EU zugelassen hat — im Wortlaut der Verordnung. Ausführlicher Hinweis am Seitenende.
Auf einen Blick
Zugelassene Angaben zu Vitamin K
In der Liste der Verordnung (EU) Nr. 432/2012 stehen für Vitamin K 2 gesundheitsbezogene Angaben — hier im Wortlaut; mehr sagt diese Seite über Wirkungen nicht.4
Jede dieser Angaben hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) vor der Zulassung anhand der Studienlage geprüft; die Gutachten sind an der jeweiligen Angabe verlinkt.
EU-Register · Wortlaut
- 1 Vitamin K trägt zu einer normalen Blutgerinnung beiEFSA-Gutachten 2009
- 2 Vitamin K trägt zur Erhaltung normaler Knochen beiEFSA-Gutachten 2009
Bedingung: Für die Angaben 1 und 2 gleichlautend: „Die Angabe darf nur für Lebensmittel verwendet werden, die die Mindestanforderungen an eine Vitamin-K-Quelle gemäß der im Anhang der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 aufgeführten Angabe […] erfüllen.“4
Erläuterung: Eine Vitamin-K-Quelle muss eine signifikante Menge enthalten — in der Regel 15 % des Nährstoffbezugswerts, bei Vitamin K also 11,25 µg je 100 g oder 100 ml (Getränke: 7,5 %, also 5,625 µg je 100 ml). Bei Nahrungsergänzungsmitteln müssen diese Mindestmengen nach Auffassung der Sachverständigen der amtlichen Lebensmittelüberwachung in der empfohlenen Tagesverzehrsmenge enthalten sein.1, 5, 9
Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise sind wichtig.
Wie viel Vitamin K am Tag
So viel Vitamin K am Tag gilt nach der Deutschen Gesellschaft für Ernährung als angemessen; es sind Schätzwerte (Auswahl ab 13 Jahren; Stand der Ableitung: 2000). Wo zwei Werte stehen, gilt der erste für Männer, der zweite für Frauen.2
Frauen, MädchenMänner, Jungen
- Kinder 13 bis unter 15 Jahre50 µg
- Jugendliche und Erwachsene 15 bis unter 51 Jahre, m / w70 / 60 µg
- Erwachsene 51 bis unter 65 Jahre, m / w80 / 65 µg
- Erwachsene ab 65 Jahren, m / w80 / 65 µg
- Schwangere60 µg
- Stillende60 µg
Der Nährstoffbezugswert (NRV) von 75 µg ist die einheitliche Bezugsgröße für Prozentangaben auf Etiketten in der EU.1
In welchen Lebensmitteln Vitamin K vorkommt
Gehalt an Vitamin K1 (Phyllochinon) je 100 g, roh, nach der US-Lebensmitteldatenbank (USDA), Auswahl pflanzlicher Lebensmittel aus den Gruppen, die die Deutsche Gesellschaft für Ernährung als Lieferanten nennt: Spinat sowie einige Salat- und Kohlsorten; die Auswahl der einzelnen Sorten ist redaktionell. Als gute Lieferanten für Vitamin K nennt die DGE vor allem grüne Gemüsearten, Milch und Milchprodukte, Fleisch und Eier; Vitamin-K2-Verbindungen (Menachinone) kommen nach der DGE in tierischen und fermentierten Lebensmitteln vor.2, 6, 10
Balken im Verhältnis zum Spinat:
- Spinat, roh 483 µg644 % NRV
- Grünkohl, roh 390 µg520 % NRV
- Brokkoli, roh 102 µg136 % NRV
- Römersalat, roh 102 µg136 % NRV
- Kopfkohl, roh 76 µg101 % NRV
Prozent vom Nährstoffbezugswert (NRV) für Etiketten, gerechnet je 100 g aus dem Gehalt an Vitamin K1 (Phyllochinon); der NRV für Vitamin K liegt bei 75 µg.1
Zulässige Formen von Vitamin K
Diese Verbindungen dürfen Nahrungsergänzungsmitteln als Vitamin K zugesetzt werden. Phyllochinon wird auch Vitamin K1, Menachinon auch Vitamin K2 genannt. Menachinon kommt nach der Richtlinie in erster Linie als Menachinon-7 und in geringerem Maße als Menachinon-6 vor.7, 2
- Phyllochinon (Phytomenadion)
- Menachinon
Obergrenzen für Vitamin K
Aus allen Quellen zusammenEssen, Trinken und Ergänzung, je Tag
- 60–80 µg Schätzwerte der DGE für Erwachsene, nach Geschlecht und Alter
- 75 µg Nährstoffbezugswert (NRV) für Etiketten
Eine tolerierbare Obergrenze (UL) für Vitamin K ist nicht ableitbar, weil keine ausreichenden Daten vorliegen: Das stellte der frühere Wissenschaftliche Lebensmittelausschuss der EU (SCF) im Jahr 2003 fest, und die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) führt diesen Stand in ihrer Übersicht vom August 2025 weiter. Der SCF betrachtete dabei vor allem Phyllochinon (Vitamin K1), die vorherrschende Form in der Nahrung.11, 3
Quellen (11)
- Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 (Lebensmittelinformation), Anhang XIII Teil A: Nährstoffbezugswert Vitamin K und signifikante Menge (konsolidierte Fassung vom 01.04.2025). Quelle öffnen
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, Vitamin K (Ableitung 2000). Quelle öffnen
- EFSA: Overview on Tolerable Upper Intake Levels, Version 11 (August 2025), Tabelle 3 „Tolerable Upper Intake Levels for vitamins“: Vitamin K — „No adequate data to derive a UL“. Quelle öffnen
- Verordnung (EU) Nr. 432/2012, Anhang, Einträge „Vitamin K“ (konsolidierte Fassung vom 20.08.2025). Quelle öffnen
- Verordnung (EG) Nr. 1924/2006, Art. 5 Abs. 1 Buchst. d und Anhang (Angabe „[Name des Vitamins]-Quelle“) (konsolidierte Fassung vom 13.12.2014). Quelle öffnen
- USDA FoodData Central, SR Legacy, Vitamin K (Phyllochinon): FDC 168462 (Spinat, roh), 168421 (Grünkohl, roh), 170379 (Brokkoli, roh), 169247 (Römersalat, roh), 169975 (Kopfkohl, roh). Quelle öffnen
- Richtlinie 2002/46/EG, Anhang II, Abschnitt A.4 (konsolidierte Fassung vom 26.11.2025). Quelle öffnen
- PubChem: Phylloquinone, CID 5284607; Menaquinone 7, CID 5287554. Quelle öffnen
- Arbeitskreis Lebensmittelchemischer Sachverständiger der Länder und des BVL (ALS): Stellungnahme Nr. 2015/31, Abschnitt 4 (105. Sitzung, April 2015). Quelle öffnen
- Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Pressemeldung „Grünkohl: Wintergemüse mit Power“ (05.11.2025). Quelle öffnen
- Wissenschaftlicher Lebensmittelausschuss (SCF): Opinion on the Tolerable Upper Intake Level of Vitamin K (4. April 2003), in: EFSA, Tolerable Upper Intake Levels for Vitamins and Minerals (2006). Quelle öffnen