Pflanzenkompendium
Moringa Moringa oleifera
Stand: Oktober 2026 · Recherche und Redaktion: Botanical Desire
Moringa, Moringa oleifera Lam., auch Meerrettichbaum genannt, ist ein schnell wachsender Baum aus der Familie Moringaceae; verwendet werden seine Blätter, frisch oder gegart als Gemüse, getrocknet als Pulver oder Tee. Weitere deutsche Namen sind Pferderettichbaum und Trommelstockbaum, englisch heißt er Drumstick tree; „Drumsticks“ heißen auch seine unreifen Hülsen, die ebenfalls gegessen werden. Heimisch ist die Art im Nordwesten Indiens; angebaut wird sie heute in den Tropen und Subtropen weltweit, auch in Trockengebieten mit weniger als 500 mm Niederschlag im Jahr. Die Familie Moringaceae umfasst nur die eine Gattung Moringa mit 13 Arten. Leitsubstanz der Moringa-Blätter ist Glucomoringin, ein Senfölglykosid, aus dem in Wasser das Isothiocyanat Moringin entsteht; Senfölglykoside verursachen den typischen bitteren Geschmack der Blätter. Nicht zu verwechseln ist Moringa oleifera mit anderen Arten der Gattung wie Moringa stenopetala, gegen deren Blattpulver die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit 2019 Sicherheitseinwände erhob.
Dieser Beitrag beschreibt die Pflanze und gibt veröffentlichte Studien wieder. Die genannten Ergebnisse gelten für die dort untersuchten Extrakte, Mengen und Zubereitungen — nicht für Produkte von Botanical Desire. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung. Ausführlicher Hinweis am Seitenende.
Auf einen Blick
- Botanischer Name
- Moringa oleifera Lam. [18, 19]
- Weitere Namen
- Meerrettichbaum [12, 18], Pferderettichbaum, Trommelstockbaum [20], englisch Drumstick tree [17]
- Synonyme
- Moringa pterygosperma Gaertn., Guilandina moringa L. [17, 18]
- Familie
- Moringaceae mit der einzigen Gattung Moringa, Ordnung Brassicales [19, 21]
- Verwendeter Pflanzenteil
- Blatt, frisch oder gegart, getrocknet als Pulver oder Tee [2, 3, 12]
- Herkunft
- Nordwesten Indiens; heute weltweit in den Tropen angebaut [2, 18, 21]
- Leitsubstanzen
- Glucomoringin, ein Senfölglykosid; daraus entsteht Moringin [1, 3, 4]
- Nicht zu verwechseln mit
- anderen Moringa-Arten, etwa Moringa stenopetala [15, 21]
Zum Nachlesen
Moringa: Inhaltsstoffe
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Im Datensatz des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) enthalten 100 g frische Moringa-Blätter 78,7 g Wasser, 9,4 g Eiweiß, 1,4 g Fett und 2 g Ballaststoffe, dazu 185 mg Calcium, 4 mg Eisen, 51,7 mg Vitamin C und 378 µg Vitamin A [7]. Im getrockneten Blatt sind die Anteile entsprechend höher: Die für getrocknete Blätter berichteten Eiweißgehalte reichen von 19,34 bis 35,0 g je 100 g [8]; in 36 Herkünften aus einem Versuchsgarten lag das lösliche Eiweiß bei Kultursorten bei 30,2, bei Wildformen bei 26,3 Prozent der Trockenmasse [2]. Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart fand in 10 g Moringa-Blattpulver aus dem Handel 2,4 g Eiweiß, 184 mg Calcium, 136 mg Kalium und 3,3 mg Eisen; Vitamin C war in den getrockneten Proben in der Regel nicht nachweisbar [12].
Die Blätter enthalten als charakteristische Senfölglykoside Glucomoringin und drei einfach acetylierte Formen davon [1]. Glucomoringin ist das vorherrschende Glucosinolat des Blatts, die berichteten Gehalte reichen von 21,84 bis 59,4 mg je g Trockenmasse; junge Blätter enthielten in den dort zitierten Untersuchungen insgesamt rund 116 mg Glucosinolate je g Trockenmasse, ältere rund 63 mg [4]. In 36 Herkünften, die im selben Versuchsgarten wuchsen, lagen die Glucomoringin-Gehalte zwischen 0,89 und 216,95 µmol je g Trockenmasse; Kultursorten enthielten durchschnittlich 75,29 µmol je g, Wildformen 18,00 µmol je g, bei ihnen hatte ein zweites Glucosinolat, Glucosoonjnain, einen größeren Anteil [2]. Drei Blattpulver unterschiedlicher Herkunft, eines davon 13 Jahre gekühlt gelagert, enthielten 40,25 bis 77,03 µmol Glucomoringin je g [3]. Wie viel gemessen wird, hängt auch vom Verfahren ab: Die übliche Standardmethode baut die Moringa-Glucosinolate vollständig um, für intakte Moringa-Glucosinolate wurde eine eigene Methode entwickelt [6].
An Flavonolglykosiden enthalten die Blätter vor allem Quercetin-3-O-glucosid und Quercetin-3-O-malonylglucosid, in geringerer Menge die entsprechenden Kaempferolglykoside, dazu die Chlorogensäuren 3- und 5-Caffeoylchinasäure; Proanthocyanidine und Anthocyane fanden sich nicht [1]. Als Summe der einzeln gemessenen Flavonoide reichen die Gesamtflavonoide getrockneter Blätter laut einer Übersicht von 5,059 bis 12,16 mg je g Trockenmasse, in anderen Analysen, als Quercetin-Äquivalente bestimmt, bis 31,28 mg je g; Chlorogensäure reicht von 0,018 bis 0,489 mg je g [4].
Was ist Glucomoringin?
Glucomoringin ist ein Glucosinolat, auch Senfölglykosid genannt, mit dem chemischen Namen 4-(α-L-Rhamnopyranosyloxy)benzylglucosinolat [1, 5]. Glucosinolate sind die typischen Inhaltsstoffe der Pflanzen in der Ordnung Brassicales, zu der die Moringaceae gehören [6, 19]. Bis zu einer Untersuchung von 2015 war Glucomoringin nur als Haupt-Glucosinolat der Gattung Moringa beschrieben; sie fand es auch in 10 von 13 Populationen der Kreuzblütlerart Noccaea caerulescens [5]. Kommt Blattpulver mit Wasser in Kontakt, spaltet das blatteigene Enzym Myrosinase Glucomoringin zu Moringin, einem Isothiocyanat; in einem kalten Aufguss entstanden so bis zu 25,9 µmol je g Pulver [3]. Kochendes Wasser legt das Enzym still: In einem zehn Minuten gekochten Aufguss gingen 31 µmol Glucomoringin je g Pulver in Lösung, etwa 40 Prozent des Gehalts, ohne zu Moringin umgesetzt zu werden [3]. Den typischen bitteren Geschmack verursachen laut CVUA Stuttgart die Senfölglykoside, vor allem in den Wurzeln, aber auch in den Blättern [12].
- Senfölglykoside (Glucosinolate) — Glucomoringin und drei acetylierte Formen [1, 4]; Glucosoonjnain, vor allem in Wildformen [2]
- Isothiocyanate — Moringin, entsteht aus Glucomoringin durch die Myrosinase des Blatts [3]
- Flavonolglykoside — Quercetin- und Kaempferolglykoside [1]; Gesamtflavonoide je nach Messverfahren 5,059 bis 31,28 mg je g Trockenmasse [4]
- Phenolsäuren — Chlorogensäuren (3- und 5-Caffeoylchinasäure) [1]; 0,018 bis 0,489 mg je g Trockenmasse [4]
- Eiweiß und Ballaststoffe — 9,4 g und 2 g je 100 g frisches Blatt [7]; 19,34 bis 35,0 g Eiweiß je 100 g getrocknetes Blatt [8]
- Mineralstoffe und Vitamine — Calcium und Eisen [7, 12]; Vitamin C und Vitamin A im frischen Blatt [7]
Forschungslage
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Verträglichkeit dreier Pulvermengen bei Gesunden
In einer Studie in Kalifornien wurden 52 gesunde Erwachsene zufällig einer von drei Tagesmengen Moringa-Blattpulver zugeteilt, etwa 2,4, 4,8 oder 7,2 g, also ein, zwei oder drei Teelöffel, und verzehrten sie sieben Tage lang mit Speisen oder Getränken; 96 Prozent schlossen die Studie ab. In allen drei Gruppen wurde das Pulver im Median an allen sieben Tagen verzehrt und ähnlich bewertet (p = 0,27); in der Gruppe mit etwa 7,2 g berichteten die Teilnehmenden mehr Beschwerden als in der Gruppe mit etwa 2,4 g (Median 2 gegenüber 0; p = 0,001), vor allem Magen-Darm-Beschwerden (p = 0,002) (Matias et al., 2025 [9]). Die Autoren beschreiben die Beschwerden als meist mild und vorübergehend und schließen, dass sie oberhalb von 7 g am Tag häufiger auftreten können [9]. Zur Einordnung: Eine kleine, einwöchige Einzelstudie ohne Gruppe ohne Pulver; die Beschwerden wurden selbst berichtet. 37 der 52 Teilnehmenden waren Frauen, und die Verteilung der Geschlechter unterschied sich zwischen den Gruppen. Gefördert wurde die Studie von einem Programm des kalifornischen Landwirtschaftsministeriums für Sonderkulturen, dessen Projekt das Ziel hatte, Bekanntheit und Verzehr von Moringa in Kalifornien zu erhöhen; das Pulver, ein im US-Handel erhältliches Bio-Produkt, stellte der Anbieter Kuli Kuli kostenlos zur Verfügung, ausgegeben wurde es ohne Aufdruck; eine Mitautorin ist Miterfinderin einer US-Patentanmeldung zu Auszügen aus Moringaceae.
Mengen in Studien+
- Als Lebensmittel — im Novel-Food-Katalog der Europäischen Kommission sind Blätter, Früchte (Hülsen mit den Samen) und Samen von Moringa oleifera als Lebensmittel nicht neuartig, das Samenöl in Nahrungsergänzungsmitteln; für Auszüge aus den Blättern und für die Wurzel nennt der Katalog keinen Status [17]
- In Studien an Gesunden — sieben Tage lang täglich etwa 2,4, 4,8 oder 7,2 g Blattpulver [9] bzw. täglich 3 g [10]
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Stellungnahme von 2017 zu Gras- und Blattprodukten — im europäischen Schnellwarnsystem gingen vom 1. Januar 2014 bis 5. Oktober 2016 sechs Meldungen über Salmonellen in Moringa-Blattprodukten ein. Das Risiko, durch getrocknete Kräuter oder Teeblätter an einer Salmonellen- oder EHEC-Infektion zu erkranken, schätzt das BfR als gering ein. Für Nahrungsergänzungsmittel aus getrockneten Blättern oder Gräsern lässt es sich laut BfR nicht abschätzen, weil sie bisher selten auf krankmachende Bakterien untersucht wurden und Verzehrsdaten fehlen; es ist aber vermutlich höher als bei getrockneten Kräutern und Teeblättern, weil solche Nahrungsergänzungsmittel in der Regel ohne Erhitzung verzehrt werden. Das BfR empfiehlt, Kräutertees mit sprudelnd kochendem Wasser aufzugießen; Schwangere und Personen, deren Abwehrkräfte durch hohes Alter, Vorerkrankungen oder Medikamente geschwächt sind, sollten Nahrungsergänzungsmittel aus getrockneten Blatt- und Grasprodukten besser nur nach ärztlicher Rücksprache verzehren [11]
- Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart, amtliche Untersuchungen 2013 bis 2015 — von 16 Proben Moringa-Blattpulver, 11 davon als Nahrungsergänzungsmittel bezeichnet und, soweit angegeben, aus Indien, blieben nur zwei ohne Beanstandung. Zwei Proben enthielten Salmonellen und wurden als gesundheitsschädlich beurteilt. 12 von 13 auf Pestizide untersuchten Proben enthielten Rückstände, acht davon, darunter zwei Bio-Produkte, über den zulässigen Höchstgehalten, unter anderem an Cypermethrin, Permethrin und Methomyl. Eigene Höchstgehalte für Moringablätter gibt es nicht; das CVUA beurteilte sie wie getrocknete Kräutertees, mit dem Hinweis, dass das Pulver anders als Tee als Ganzes verzehrt wird. Den Verzehr begrenzen laut CVUA die Senfölglykoside, die es als giftig bezeichnet, vor allem in den Wurzeln, aber auch in den Blättern. 13 Proben wiesen Kennzeichnungsmängel auf, meist wegen irreführender nährwert- oder gesundheitsbezogener Werbung [12]
- US-Lebensmittelbehörde FDA, Ausbruchsuntersuchungen 2026 — drei Salmonellen-Ausbrüche in den USA standen in Verbindung mit Nahrungsergänzungsmitteln, die Moringa-Blattpulver bzw. Moringa-Pulver enthielten. Beim größten erkrankten bis Juli 2026 131 Menschen in 38 Bundesstaaten, 36 kamen ins Krankenhaus, Todesfälle wurden nicht gemeldet; das Blattpulver stammte aus Indien, zurückgerufene Ware ging auch an Verbraucher im Vereinigten Königreich. Beim zweiten erkrankten zehn Menschen, drei davon im Krankenhaus; die Salmonellen waren gegen alle üblicherweise empfohlenen Antibiotika der ersten und der Ausweichwahl resistent, und die zurückgerufenen Kapseln wurden laut FDA auch an Verbraucher in 78 Ländern und Gebieten außerhalb der USA verkauft, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz. Beim dritten erkrankten 34 Menschen, elf davon im Krankenhaus, dazu der Säugling einer Frau, die die Kapseln in der Stillzeit eingenommen hatte; auch hier stammte das Blattpulver aus Indien. Die FDA hat die Untersuchung von Moringa-Pulver aus Indien auf Salmonellen verstärkt. Kinder unter fünf Jahren, ältere Menschen und Menschen mit geschwächter Abwehr erkranken laut FDA eher schwer an einer Salmonellen-Infektion [13]
- Einfuhr in die EU — für Nahrungsergänzungsmittel mit Pflanzenbestandteilen aus Indien schreibt die EU an der Grenze Warenuntersuchungen auf Rückstände von Ethylenoxid bei 10 Prozent der Sendungen vor, für frische, gekühlte oder gefrorene Moringa-Hülsen aus Indien Untersuchungen auf Pestizidrückstände bei 30 Prozent; jede Sendung beider Warengruppen braucht zudem Analysenergebnisse der Behörden des Herkunftslands und eine amtliche Bescheinigung [16]
- Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), Verzeichnis von Pflanzen mit möglicherweise bedenklichen Inhaltsstoffen, 2012 — Moringa oleifera ist dort aufgeführt, als Pflanzenteil nennt der Eintrag Wurzel und Holz: Die Wurzelrinde enthält Alkaloide vom Benzylamin-Typ (0,1 Prozent), für wässrige Auszüge aus der Wurzel sind die Fruchtbarkeit mindernde Effekte berichtet [14]
- EFSA, Bericht von 2019 zu einer anderen Art — gegen Blattpulver von Moringa stenopetala als traditionelles Lebensmittel aus einem Drittland erhob die EFSA Sicherheitseinwände, weil Angaben zu Art und Menge unerwünschter Stoffe und eine Abschätzung der Aufnahme fehlten [15]
- Berichtete Fälle — eine Anaphylaxie, eine schwere allergische Sofortreaktion mit Schwellungen, Atemnot und erhöhter Tryptase im Blut, nach dem Verzehr junger Blätter, laut Bericht der dritte beschriebene Fall; der Hauttest mit frischen Blättern war positiv [22]. Ein Stevens-Johnson-Syndrom, eine schwere Haut- und Schleimhautreaktion, nach dem Verzehr von Moringablättern [23]; zwei Berichte über ein fixes Nahrungsmittelexanthem, einen Hautausschlag, einer davon nach Blattpulver [24, 25]; eine Lungenembolie bei einer 63-jährigen Frau mit Vorerkrankungen nach fünf Monaten mit einem Blattextrakt, die die Autoren für wahrscheinlich dadurch ausgelöst halten und zu der sie Studien fordern [26]; Asthma bei beruflichem Umgang mit Moringa-Samenpulver, als erste Beschreibung dieser Art [22, 27]
- Unerwünschte Ereignisse in den Studien — unter täglich etwa 7,2 g Blattpulver mehr selbst berichtete, vor allem Magen-Darm-Beschwerden als unter etwa 2,4 g, laut Autoren meist mild und vorübergehend [9]
- Unterschied in den Blutspiegeln eines Arzneimittels — bei 20 Gesunden, die sieben Tage lang täglich 3 g Blattpulver eingenommen hatten, lag die Höchstkonzentration des Arzneistoffs Amodiaquin danach um 32 Prozent niedriger als ohne Pulver, die Fläche unter der Konzentrationskurve seines Abbauprodukts um 188 Prozent höher (P = 0,001); bei gleichzeitiger einmaliger Einnahme lag sie um 40,4 Prozent höher (P = 0,006). Die Autoren halten das für möglicherweise klinisch bedeutsam [10]. Eine Höchstmenge für das Blatt nennt keine der hier zitierten Behörden
Wie belastbar die Studien sind
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- Verträglichkeit dreier Pulvermengen bei Gesunden: Datenlage vorläufig — in einer einwöchigen Studie ohne Gruppe ohne Pulver berichteten Gesunde unter täglich etwa 7,2 g Blattpulver mehr, vor allem Magen-Darm-Beschwerden als unter etwa 2,4 g.
Evidenzgrade: stark bezeichnet mehrere Meta-Analysen mit konsistenter Richtung, moderat einzelne oder wenige kontrollierte Studien mit überwiegend positiver Richtung, vorläufig präklinische oder inkonsistente Befunde. Einschränkend gilt: Kontrollierte Studien an Gesunden mit Moringa-Blättern sind selten, klein und kurz. Die meisten kontrollierten Studien mit Moringa-Blättern betreffen Menschen mit Vorerkrankungen oder Stillende; sie sind hier ebenso wenig als Befund referiert wie Studien mit Blattauszügen oder Mischpräparaten. Die Verträglichkeitsstudie [9] vergleicht nur Pulvermengen untereinander, ohne Gruppe ohne Pulver. Der Befund ist als vorläufig eingestuft, weil ihm eine einzige kleine Studie zugrunde liegt.
Moringa: Studien im Detail
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[9] Matias et al. (2025) — Mengenvergleich: Verträglichkeit von Blattpulver
- Journal: Preventive Medicine Reports
- Studientyp: zufällige Zuteilung auf drei Tagesmengen, ohne Gruppe ohne Pulver, sieben Tage (Register NCT05861076)
- Teilnehmer: 52 gesunde Erwachsene in Kalifornien; 96 Prozent schlossen ab
- Dosierung: täglich etwa 2,4, 4,8 oder 7,2 g Moringa-Blattpulver (ein, zwei oder drei Teelöffel) mit Speisen oder Getränken
- Kernergebnis: Verzehr im Median an allen sieben Tagen in allen Gruppen, Bewertung ohne Unterschied (p = 0,27); bei etwa 7,2 g mehr selbst berichtete Beschwerden als bei etwa 2,4 g (Median 2 gegenüber 0; p = 0,001), vor allem Magen-Darm-Beschwerden (p = 0,002)
- Limitationen: kleine Stichprobe, eine Woche, keine Gruppe ohne Pulver, Beschwerden selbst berichtet; überwiegend Frauen (37 von 52), Verteilung der Geschlechter zwischen den Gruppen verschieden (p = 0,002)
- Finanzierung: California Department of Food and Agriculture, Specialty Crops Block Grant Program (Projekt zu Bekanntheit und Verzehr von Moringa in Kalifornien); Pulver vom Anbieter Kuli Kuli gespendet, ohne Aufdruck ausgegeben; eine Mitautorin ist Miterfinderin einer US-Patentanmeldung zu Auszügen aus Moringaceae
- DOI: 10.1016/j.pmedr.2025.103048 · PMID: 40226484
Quellenverzeichnis
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- Europäische Kommission. Durchführungsverordnung (EU) 2019/1793 zur vorübergehenden Verstärkung amtlicher Kontrollen beim Eingang bestimmter Waren aus bestimmten Drittländern, Artikel 10 und 11, Anhang II, konsolidierte Fassung vom 30. Juni 2026, https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/HTML/?uri=CELEX:02019R1793-20260630 · Anhang II ersetzt durch Durchführungsverordnung (EU) 2026/194 vom 28. Januar 2026, https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/HTML/?uri=OJ:L_202600194
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