Pflanzenkompendium
Schwarzkümmel Nigella sativa
Stand: Oktober 2026 · Recherche und Redaktion: Botanical Desire
Der Schwarzkümmel, Nigella sativa L., ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Dieser Beitrag behandelt die kleinen schwarzen Samen und das daraus kaltgepresste Öl. In einer Analyse bestanden die Samen, bezogen auf die Trockenmasse, zu fast zwei Fünfteln aus Fett, in dem die Linolsäure überwog. Leitsubstanzen sind das Thymochinon aus dem ätherischen Öl der Samen, dessen Gehalt in Handelsprodukten stark schwankt, sowie Linol- und Ölsäure im fetten Öl. In der EU gilt kaltgepresstes Schwarzkümmelöl nicht als neuartiges Lebensmittel.
Dieser Beitrag beschreibt die Pflanze und gibt veröffentlichte Studien wieder. Die genannten Ergebnisse gelten für die dort untersuchten Extrakte, Mengen und Zubereitungen — nicht für Produkte von Botanical Desire. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung. Ausführlicher Hinweis am Seitenende.
Auf einen Blick
- Botanischer Name
- Nigella sativa L.
- Familie
- Ranunculaceae (Hahnenfußgewächse), Ordnung Ranunculales [1]
- Verwendeter Pflanzenteil
- Samen; kaltgepresstes Samenöl
- Leitsubstanzen
- Thymochinon, Linolsäure, Ölsäure
Zum Nachlesen
Schwarzkümmel: Inhaltsstoffe
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Im Kompendium der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zu Pflanzen mit möglicherweise bedenklichen Stoffen sind für die Samen Isochinolin-Alkaloide wie Nigellimin sowie 0,5 bis 1,5 Prozent ätherisches Öl aufgeführt, das zu 3,8 Prozent aus Thymochinon besteht [2]. In Samen eines Anbaubetriebs in Polen lagen, bezogen auf die Trockenmasse, 38,5 Prozent Fett, 20,6 Prozent Protein und 18,1 Prozent Rohfaser vor; beim Kaltpressen ohne Vorbehandlung wurden 25,6 Prozent Öl gewonnen. In diesem Öl entfielen 54,7 Prozent der Fettsäuren auf Linolsäure, 23,3 Prozent auf Ölsäure, 11,1 Prozent auf Palmitinsäure und 0,8 Prozent auf Linolensäure [3]. In zehn Ölen und Ölkapseln vom Schweizer Markt und einem online aus Australien bestellten Kapselprodukt lag der Thymochinon-Gehalt bei den Ölen zwischen 45 und 809 mg je 100 g, bei den Kapseln zwischen 21 und 661 mg je 100 g (ohne eine Probe nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums, die 3 mg enthielt); die empfohlene Tagesmenge der vier Kapselprodukte mit Dosierangabe enthielt 0,4 bis 6,6 mg Thymochinon. Als Gründe nennen die Autoren Anbaugebiet, Erntezeit, Lagerung der Samen und Herstellung; Wärme, Licht und Sauerstoff können den Gehalt im Öl bei der Lagerung verringern [4].
- Thymochinon — Bestandteil des ätherischen Öls der Samen, dort 3,8 Prozent [2]; in Handelsölen 45 bis 809 mg, in Ölkapseln 21 bis 661 mg je 100 g [4]
- Linolsäure — zweifach ungesättigte Fettsäure, im kaltgepressten Öl 54,7 Prozent der Fettsäuren [3]
- Ölsäure — einfach ungesättigte Fettsäure, 23,3 Prozent der Fettsäuren [3]
- Palmitinsäure — gesättigte Fettsäure, 11,1 Prozent der Fettsäuren [3]
- Isochinolin-Alkaloide — etwa Nigellimin [2]
- Grundbestandteile der Samen — 38,5 Prozent Fett, 20,6 Prozent Protein, 18,1 Prozent Rohfaser in der Trockenmasse [3]
Forschungslage
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Blutfettwerte in Meta-Analysen
Eine Meta-Analyse von 17 placebokontrollierten randomisierten Studien fand nach Schwarzkümmel-Samenpulver oder -öl ein um 15,65 mg/dl niedrigeres Gesamtcholesterin (95 %-KI −24,67 bis −6,63), ein um 14,10 mg/dl niedrigeres LDL-Cholesterin (95 %-KI −19,32 bis −8,88) und um 20,64 mg/dl niedrigere Triglyceride (95 %-KI −30,29 bis −11,00) als in den Placebogruppen; beim HDL-Cholesterin unterschieden sich die Gruppen nicht (0,28 mg/dl; 95 %-KI −1,96 bis 2,53). Beim Gesamt- und LDL-Cholesterin war der Unterschied nach Öl größer als nach Pulver (Sahebkar et al., 2016 [5]). Eine neuere Meta-Analyse von 34 Studien mit 2.278 Teilnehmenden fand in dieselbe Richtung niedrigere Werte für Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin und Triglyceride sowie ein höheres HDL-Cholesterin als in den Kontrollgruppen (Rounagh et al., 2024 [6]). In einer placebokontrollierten Studie an 30 gesunden Männern, die vier Wochen lang täglich 1 g Samenpulver oder Placebo einnahmen, änderten sich die Blutfettwerte weder innerhalb der Gruppen noch zwischen ihnen signifikant (Pelegrin et al., 2019 [7]); in einer Studie an 40 gesunden Älteren veränderten sich die Blutfette ebenfalls nicht signifikant [10]. Beide Studien stehen im Literaturverzeichnis der neueren Meta-Analyse und sind keine unabhängige Bestätigung. Zur Einordnung: Die Studien der ersten Meta-Analyse liefen nach einer späteren Übersicht an 1.185 Erwachsenen sehr unterschiedlichen Gesundheitszustands, nur zwei davon an Gesunden. Diese Übersicht stufte die Vertrauenswürdigkeit nach GRADE beim Gesamtcholesterin als niedrig, bei LDL-Cholesterin, Triglyceriden und HDL-Cholesterin als sehr niedrig ein — wegen unklaren Verzerrungsrisikos der Einzelstudien, einer Heterogenität von I² 50 bis unter 75 Prozent (Einzelwerte nicht berichtet) und, außer beim Gesamtcholesterin, Hinweisen auf Publikationsbias [12]. Für die neuere Meta-Analyse liegt keine solche Bewertung vor; ihre frei zugängliche Zusammenfassung nennt keine Heterogenität, der Volltext war nicht frei zugänglich, und ihre Einzelstudien überschneiden sich mit denen der älteren.
Blutdruckwerte in Meta-Analysen
Eine Meta-Analyse von 11 randomisierten Studien mit 860 Erwachsenen unterschiedlichen Gesundheitszustands, nach einer späteren Übersicht drei davon an Gesunden [12] — 10 gegen Placebo, eine gegen eine andere Vergleichsgruppe —, fand nach Schwarzkümmel einen um 3,26 mmHg niedrigeren systolischen (95 %-KI −5,10 bis −1,42; I² 59 Prozent) und einen um 2,80 mmHg niedrigeren diastolischen Blutdruck (95 %-KI −4,28 bis −1,32; I² 60 Prozent) als in den Vergleichsgruppen; die Studien dauerten durchschnittlich 8,3 Wochen. Nach Samenpulver war der Unterschied größer als nach Öl; beim systolischen Blutdruck fanden die Autoren keinen Zusammenhang mit Dauer oder Menge (Sahebkar et al., 2016 [8]). Eine neuere Meta-Analyse von 17 Studien mit 1.048 Erwachsenen fand nach der Übersicht ebenfalls niedrigere Werte, systolisch um 4,58 mmHg (95 %-KI −6,22 bis −2,94) und diastolisch um 3,08 mmHg (95 %-KI −4,62 bis −1,55), bei hoher Heterogenität (I² 81 bzw. 82 Prozent) [12]. In einer doppelblinden Studie an 70 gesunden Freiwilligen zwischen 34 und 63 Jahren, die acht Wochen lang zweimal täglich 2,5 ml Schwarzkümmelöl oder Placebo einnahmen, lagen systolischer und diastolischer Blutdruck am Ende niedriger als zu Beginn und als in der Placebogruppe; Body-Mass-Index sowie Leber- und Nierenwerte veränderten sich nicht (Fallah Huseini et al., 2013 [9]). Diese Studie steht im Literaturverzeichnis der ersten Meta-Analyse und ist keine unabhängige Bestätigung. Zur Einordnung: Die Übersicht stufte die Vertrauenswürdigkeit nach GRADE bei der älteren Meta-Analyse als sehr niedrig (systolisch) bzw. niedrig (diastolisch) ein, bei der neueren für beide Werte als sehr niedrig, unter anderem wegen unklaren Verzerrungsrisikos und der Heterogenität [12]. Die Zusammenfassung der Studie an Gesunden nennt keine Zahlenwerte, der Volltext war nicht frei zugänglich.
Gedächtnis- und Aufmerksamkeitstests in zwei kleinen Studien
In einer placebokontrollierten Studie an 40 gesunden älteren Freiwilligen, die neun Wochen lang zweimal täglich 500 mg Schwarzkümmelsamen in Kapseln oder Placebo einnahmen, unterschieden sich nach der Einnahme unter anderem die Ergebnisse in Tests zum Nacherzählen, zur Zahlenspanne, zum verzögerten Abzeichnen einer komplexen Figur, im Durchstreich-, Trail-Making- und Stroop-Test signifikant (p < 0,05); Blutfette, ein Herzmuskelenzym (CK-MB) sowie Leber- und Nierenwerte im Blut veränderten sich nicht signifikant (Bin Sayeed et al., 2013 [10]). In einer zweiten Studie derselben Arbeitsgruppe an 48 gesunden männlichen Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren, die vier Wochen lang täglich 500 mg Samen oder Placebo einnahmen, unterschieden sich zwischen den Gruppen nur einzelne Werte eines Wortlisten-Lerntests (fünfter Lerndurchgang, späterer freier und gestützter Abruf); bei Stimmung und Ängstlichkeit im Fragebogen gab es keinen Unterschied zwischen den Gruppen (Bin Sayeed et al., 2014 [11]). Zur Einordnung: Beide Studien waren klein und kurz und stammen aus derselben Arbeitsgruppe. Bei der ersten geht aus der frei zugänglichen Zusammenfassung nicht eindeutig hervor, ob sich die genannten Unterschiede auf den Vergleich mit Placebo oder auf die Veränderung innerhalb der Gruppe beziehen; der Volltext war nicht frei zugänglich.
Mengen in Studien+
- In Studien — Samenpulver 1 g am Tag über 4 Wochen [7]; Samen in Kapseln 2-mal 500 mg am Tag über 9 Wochen [10] oder 500 mg am Tag über 4 Wochen [11]; Öl 2-mal 2,5 ml am Tag über 8 Wochen [9]
- In den Studien der Meta-Analysen — zu Blutfettwerten Samenpulver 1 bis 2 g oder Öl 100 mg bis 3 g bzw. 5 ml am Tag über 4 Wochen bis 3 Monate; zum Blutdruck Samenpulver 500 mg bis 2 g oder Öl 200 mg bis 3 g bzw. 5 ml am Tag über 4 bis 12 Wochen [12]
- Thymochinon in Handelsprodukten — die empfohlene Tagesmenge von vier Kapselprodukten enthielt 0,4 bis 6,6 mg Thymochinon [4]
- Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) — das Kompendium von 2012 führt die Samen unter den Pflanzen mit natürlich vorkommenden Stoffen, die für die menschliche Gesundheit möglicherweise bedenklich sind und bei der Sicherheitsbewertung besondere Aufmerksamkeit brauchen; genannt werden Isochinolin-Alkaloide wie Nigellimin sowie das Thymochinon im ätherischen Öl. Aufgenommen wurden Pflanzen, die in mindestens einem Mitgliedstaat auf einer Negativliste stehen oder nur beschränkt verwendet werden dürfen. Laut EFSA urteilt das Kompendium nicht darüber, ob eine Pflanze für Lebensmittel geeignet ist, und ist für die rechtliche Einstufung von Produkten oder Stoffen nicht maßgeblich. Dass ein Stoff in einer Pflanze vorkommt, heißt laut EFSA nicht zwangsläufig, dass er in einer Zubereitung oder in bedenklicher Menge enthalten ist; das hänge vor allem vom verwendeten Pflanzenteil, der Zubereitung und den Verwendungsbedingungen ab [2]
- Tierversuche — eine Übersicht nennt für das fette Öl bei Mäusen tödliche Dosen für die Hälfte der Tiere von 28,8 ml bis 3.371 mg je kg Körpergewicht und stuft 2 ml fettes Öl je kg Körpergewicht bei Dauergabe als leicht giftig ein; für ein abschließendes Urteil zur Sicherheit halten die Autoren genauere Studien für nötig [13]
- Berichtete unerwünschte Ereignisse — Fallberichte beschreiben eine Kontaktallergie nach Anwendung des Öls auf der Haut, bei der Thymochinon als auslösendes Allergen identifiziert wurde [14], und eine Schädigung von Muskulatur, Nieren und Leber nach Einnahme von Schwarzkümmelöl [15]. In den hier aufgeführten Studien wurde die Einnahme gut vertragen [7], es wurden keine unerwünschten Ereignisse berichtet [9], oder Blutfette, ein Herzmuskelenzym sowie Leber- und Nierenwerte im Blut blieben unverändert [10]; diese Studien dauerten höchstens neun Wochen
- Lebensmittelstatus in der EU — laut Novel-Food-Katalog der Kommission ist kaltgepresstes Öl aus den Samen kein neuartiges Lebensmittel [16]
Wie belastbar die Studien sind
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- Blutfettwerte in Meta-Analysen: Datenlage moderat — zwei Meta-Analysen fanden niedrigere Werte für Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin und Triglyceride als in den Kontrollgruppen; für die ältere wurde die Vertrauenswürdigkeit nach GRADE als niedrig bis sehr niedrig eingestuft, für die neuere liegt keine solche Bewertung vor; die Studienpopulationen unterschieden sich stark, und in zwei kleinen Studien an Gesunden änderten sich die Blutfettwerte nicht.
- Blutdruckwerte in Meta-Analysen: Datenlage moderat — zwei Meta-Analysen fanden um etwa 3 bis 5 mmHg niedrigere Werte als in den Vergleichsgruppen, bei erheblicher bis hoher Heterogenität (I² 59 bis 82 Prozent); die Vertrauenswürdigkeit nach GRADE wurde als niedrig bis sehr niedrig eingestuft. Eine darin enthaltene Studie an Gesunden fand niedrigere Werte als unter Placebo.
- Gedächtnis- und Aufmerksamkeitstests in zwei kleinen Studien: Datenlage vorläufig — zwei kleine, kurze Studien derselben Arbeitsgruppe fanden Unterschiede in mehreren Tests; gegenüber Placebo betraf das in der zweiten Studie nur einzelne Werte eines Lerntests, in der ersten bleibt offen, ob die Unterschiede gegenüber Placebo bestanden; bei Stimmung und Ängstlichkeit gab es keinen Unterschied zum Placebo.
Evidenzgrade: stark bezeichnet mehrere Meta-Analysen mit konsistenter Richtung, moderat einzelne oder wenige kontrollierte Studien mit überwiegend positiver Richtung, vorläufig präklinische oder inkonsistente Befunde. Einschränkend gilt: Eine Übersicht über 20 Meta-Analysen zu Schwarzkümmel bewertete 88 von 110 Ergebnisgrößen als Evidenz sehr niedriger, 17 als niedriger und 5 als moderater Vertrauenswürdigkeit nach GRADE; die meisten Meta-Analysen waren methodisch von kritisch niedriger Qualität und zeigten hohe Heterogenität (I² über 50 Prozent) [12]. Die Studien verwendeten Samenpulver und Öle unterschiedlicher Herkunft; ihren Thymochinon-Gehalt nennen Studien oft nicht, und in Handelsölen schwankte er bis fast um das Achtzehnfache, in Ölkapseln um etwa das Einunddreißigfache [4].
Schwarzkümmel: Studien im Detail
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[5] Sahebkar et al. (2016) — Meta-Analyse: Blutfettwerte
- Journal: Pharmacological Research
- Studientyp: systematische Übersicht und Meta-Analyse randomisierter placebokontrollierter Studien
- Teilnehmer: 17 Studien; laut einer späteren Übersicht 1.185 Erwachsene unterschiedlichen Gesundheitszustands, davon 2 Studien an Gesunden
- Dosierung: Samenpulver 1 bis 2 g am Tag oder Öl 100 mg bis 3 g bzw. 5 ml am Tag über 4 Wochen bis 3 Monate (Angaben der späteren Übersicht)
- Kernergebnis: Gesamtcholesterin −15,65 mg/dl (95 %-KI −24,67 bis −6,63), LDL-Cholesterin −14,10 mg/dl (−19,32 bis −8,88), Triglyceride −20,64 mg/dl (−30,29 bis −11,00) gegenüber Placebo; HDL-Cholesterin ohne Unterschied (0,28 mg/dl; −1,96 bis 2,53)
- Limitationen: laut späterer Übersicht unklares Verzerrungsrisiko der Einzelstudien, Heterogenität I² 50 bis unter 75 Prozent (Einzelwerte nicht berichtet), bei LDL-Cholesterin, Triglyceriden und HDL-Cholesterin Hinweise auf Publikationsbias; Vertrauenswürdigkeit nach GRADE beim Gesamtcholesterin niedrig, sonst sehr niedrig
- Finanzierung: keine Förderangabe in den Verlagsdaten
- DOI: 10.1016/j.phrs.2016.02.008 · PMID: 26875640
[7] Pelegrin et al. (2019) — randomisierte kontrollierte Studie: Blutfette und Insulin
- Journal: British Journal of Clinical Pharmacology
- Studientyp: doppelblinde, randomisierte, placebokontrollierte Pilotstudie
- Teilnehmer: 30 gesunde Männer, je 15 je Gruppe
- Dosierung: 1 g Samenpulver am Tag über 4 Wochen
- Kernergebnis: keine signifikante Änderung der Blutfettwerte innerhalb oder zwischen den Gruppen; Nüchternblutzucker, Nüchterninsulin, Insulinausschüttung im Glukose-Clamp und Insulinempfindlichkeit unverändert; gut vertragen
- Limitationen: kleine Gruppe, nur Männer, kurze Dauer; steht im Literaturverzeichnis der Meta-Analyse [6]
- Finanzierung: Französisches Gesundheitsministerium und Universitätsklinikum Montpellier; keine Interessenkonflikte erklärt
- DOI: 10.1111/bcp.13922 · PMID: 30875097
[8] Sahebkar et al. (2016) — Meta-Analyse: Blutdruckwerte
- Journal: Journal of Hypertension
- Studientyp: systematische Übersicht und Meta-Analyse randomisierter kontrollierter Studien
- Teilnehmer: 11 Studien mit 860 Erwachsenen unterschiedlichen Gesundheitszustands, nach einer späteren Übersicht 3 davon an Gesunden; 10 gegen Placebo, 1 gegen eine andere Vergleichsgruppe
- Dosierung: Samenpulver 500 mg bis 2 g oder Öl 200 mg bis 3 g bzw. 5 ml am Tag über 4 bis 12 Wochen (Angaben einer späteren Übersicht), durchschnittlich 8,3 Wochen
- Kernergebnis: systolisch −3,26 mmHg (95 %-KI −5,10 bis −1,42; I² 59 Prozent), diastolisch −2,80 mmHg (−4,28 bis −1,32; I² 60 Prozent) gegenüber den Vergleichsgruppen; Unterschied nach Pulver größer als nach Öl
- Limitationen: Heterogenität I² 59 und 60 Prozent; nur englischsprachige Studien; laut späterer Übersicht Vertrauenswürdigkeit nach GRADE systolisch sehr niedrig, diastolisch niedrig
- Finanzierung: keine Förderangabe in den Verlagsdaten
- DOI: 10.1097/HJH.0000000000001049 · PMID: 27512971
[9] Fallah Huseini et al. (2013) — randomisierte kontrollierte Studie: Blutdruck
- Journal: Phytotherapy Research
- Studientyp: doppelblinde, randomisierte, placebokontrollierte Studie
- Teilnehmer: 70 gesunde Freiwillige zwischen 34 und 63 Jahren mit systolisch 110 bis 140 und diastolisch 60 bis 90 mmHg
- Dosierung: 2-mal 2,5 ml Schwarzkümmelöl am Tag über 8 Wochen
- Kernergebnis: systolischer und diastolischer Blutdruck am Ende niedriger als zu Beginn und als in der Placebogruppe; Body-Mass-Index, Leber- und Nierenwerte unverändert; keine unerwünschten Ereignisse berichtet
- Limitationen: Zahlenwerte in der frei zugänglichen Zusammenfassung nicht angegeben; Volltext nicht frei zugänglich; steht im Literaturverzeichnis der Meta-Analyse [8]
- Finanzierung: keine Förderangabe in den Verlagsdaten
- DOI: 10.1002/ptr.4944 · PMID: 23436437
[10] Bin Sayeed et al. (2013) — randomisierte kontrollierte Studie: Gedächtnis- und Aufmerksamkeitstests
- Journal: Journal of Ethnopharmacology
- Studientyp: randomisierte, placebokontrollierte Studie
- Teilnehmer: 40 gesunde ältere Freiwillige, je 20 je Gruppe
- Dosierung: 2-mal 500 mg Schwarzkümmelsamen in Kapseln am Tag über 9 Wochen
- Kernergebnis: signifikante Unterschiede (p < 0,05) u. a. in Tests zum Nacherzählen, zur Zahlenspanne, zum verzögerten Abzeichnen einer Figur, im Durchstreich-, Trail-Making- und Stroop-Test; Blutfette, ein Herzmuskelenzym (CK-MB) sowie Leber- und Nierenwerte nicht signifikant verändert
- Limitationen: kleine Gruppe; aus der Zusammenfassung geht nicht eindeutig hervor, ob die Unterschiede gegenüber Placebo oder innerhalb der Gruppe bestanden
- Finanzierung: keine Förderangabe in den Verlagsdaten
- DOI: 10.1016/j.jep.2013.05.004 · PMID: 23707331
[11] Bin Sayeed et al. (2014) — randomisierte kontrollierte Studie: Lerntest und Fragebogenwerte
- Journal: Journal of Ethnopharmacology
- Studientyp: randomisierte, placebokontrollierte Studie
- Teilnehmer: 48 gesunde männliche Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren, je 24 je Gruppe
- Dosierung: 500 mg Schwarzkümmelsamen in einer Kapsel am Tag über 4 Wochen
- Kernergebnis: zwischen den Gruppen Unterschiede nur im fünften Lerndurchgang sowie im späteren freien und gestützten Abruf eines Wortlisten-Lerntests; Stimmung, Zustands- und Eigenschaftsangst ohne Unterschied zwischen den Gruppen
- Limitationen: kleine Gruppe, nur Jungen, kurze Dauer, dieselbe Arbeitsgruppe wie [10]
- Finanzierung: keine Förderangabe in den Verlagsdaten
- DOI: 10.1016/j.jep.2013.12.050 · PMID: 24412554
Quellenverzeichnis
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- Catalogue of Life (ChecklistBank): „Nigella sativa L.“, ID 6S9TZ. https://www.catalogueoflife.org/data/taxon/6S9TZ
- European Food Safety Authority (2012). „Compendium of botanicals reported to contain naturally occuring substances of possible concern for human health when used in food and food supplements“. EFSA Journal, 10(5), 2663. DOI: 10.2903/j.efsa.2012.2663
- Laukagalis V, Tarasevičienė Ž, Visockis M, et al. (2025). „Impact of Pretreatment Methods on Yield and Composition of Cold-Pressed Black Cumin (Nigella sativa L.) Seed Oil“. Foods, 14(24), 4234. DOI: 10.3390/foods14244234 · PMID: 41464941
- Khaikin E, Chrubasik-Hausmann S, Kaya S, Zimmermann BF (2022). „Screening of Thymoquinone Content in Commercial Nigella sativa Products to Identify a Promising and Safe Study Medication“. Nutrients, 14(17), 3501. DOI: 10.3390/nu14173501 · PMID: 36079759
- Sahebkar A, Beccuti G, Simental-Mendía LE, et al. (2016). „Nigella sativa (black seed) effects on plasma lipid concentrations in humans: A systematic review and meta-analysis of randomized placebo-controlled trials“. Pharmacological Research, 106, 37–50. DOI: 10.1016/j.phrs.2016.02.008 · PMID: 26875640
- Rounagh M, Musazadeh V, Hosseininejad-Mohebati A, et al. (2024). „Effects of Nigella sativa supplementation on lipid profiles in adults: An updated systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials“. Clinical Nutrition ESPEN, 61, 168–180. DOI: 10.1016/j.clnesp.2024.03.020 · PMID: 38777430
- Pelegrin S, Galtier F, Chalançon A, et al. (2019). „Effects of Nigella sativa seeds (black cumin) on insulin secretion and lipid profile: A pilot study in healthy volunteers“. British Journal of Clinical Pharmacology, 85(7), 1607–1611. DOI: 10.1111/bcp.13922 · PMID: 30875097
- Sahebkar A, Soranna D, Liu X, et al. (2016). „A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials investigating the effects of supplementation with Nigella sativa (black seed) on blood pressure“. Journal of Hypertension, 34(11), 2127–2135. DOI: 10.1097/HJH.0000000000001049 · PMID: 27512971
- Fallah Huseini H, Amini M, Mohtashami R, et al. (2013). „Blood pressure lowering effect of Nigella sativa L. seed oil in healthy volunteers: a randomized, double-blind, placebo-controlled clinical trial“. Phytotherapy Research, 27(12), 1849–1853. DOI: 10.1002/ptr.4944 · PMID: 23436437
- Bin Sayeed MS, Asaduzzaman M, Morshed H, et al. (2013). „The effect of Nigella sativa Linn. seed on memory, attention and cognition in healthy human volunteers“. Journal of Ethnopharmacology, 148(3), 780–786. DOI: 10.1016/j.jep.2013.05.004 · PMID: 23707331
- Bin Sayeed MS, Shams T, Fahim Hossain S, et al. (2014). „Nigella sativa L. seeds modulate mood, anxiety and cognition in healthy adolescent males“. Journal of Ethnopharmacology, 152(1), 156–162. DOI: 10.1016/j.jep.2013.12.050 · PMID: 24412554
- Li Z, Wang Y, Xu Q, et al. (2023). „Nigella sativa and health outcomes: An overview of systematic reviews and meta-analyses“. Frontiers in Nutrition, 10, 1107750. DOI: 10.3389/fnut.2023.1107750 · PMID: 37057067
- Mashayekhi-Sardoo H, Rezaee R, Karimi G (2020). „Nigella sativa (black seed) safety: an overview“. Asian Biomedicine, 14(4), 127–137. DOI: 10.1515/abm-2020-0020 · PMID: 37551386
- Kurihara F, Soria A, Lepoittevin JP, et al. (2020). „Thymoquinone as a causative allergen in Nigella sativa oil contact dermatitis with cross-reactivity to tert-butylhydroquinone“. Contact Dermatitis, 83(2), 132–134. DOI: 10.1111/cod.13542 · PMID: 32232855
- Sener K, Cakir A, Yesiloglu O, et al. (2024). „Rhabdomyolysis and acute kidney injury after consumption of black seed oil“. Toxicon, 245, 107787. DOI: 10.1016/j.toxicon.2024.107787 · PMID: 38844000
- Europäische Kommission. Novel-Food-Katalog, Eintrag „Nigella sativa“ (POL-NF-00541), Stand 18. Dezember 2023. https://ec.europa.eu/food/food-feed-portal/screen/novel-food-catalogue/search